Fake Followers und der richtige Umgang damit

Gerade bei Follower:innen ist mehr nicht immer gleich besser! Mit dem Phänomen Social Media und der steigenden Attraktivität Influencer:in zu werden, häufen sich auch die sogenannten Fake Followers. Bei vielen Menschen ist dabei der Wunsch nach immer mehr Followers und Ansehen gross. Ein umso verlockenderes Angebot durch Geld und Follower Käufe bei der Followeranzahl nachzuhelfen.

Das Problem: Man läuft Gefahr, seine Glaubwürdigkeit auf Social Media zu verlieren. Schlicht und einfach gesagt hat man nichts davon. In diesem Beitrag möchten wir ein allgemeines Verständnis dafür schaffen, wieso Fake Followers schlecht sind, wie man sie erkennt, wieder entfernt und vor allem vermeidet, denn leider ist niemand sicher vor ihnen. Und hiermit wollen wir auch ganz klar die Empfehlung aussprechen, niemals Fake Followers zu kaufen.

Was sind Fake Followers überhaupt?

Unter Fake Followers versteht man künstlich erstellte Profile, welche wie ganz normale Profile aussehen können, hinter denen sich jedoch keine reale Person verbirgt. Fake Followers sind nicht immer aber meist sogenannte «Bots», die keine echten Reaktionen zeigen und somit auch mit keinerlei Content interagieren. Diese praktisch nicht vorhandene Interaktion kann den Marktwert einer Person massgeblich verschlechtern.

 

Wenn der Schein trügt

Fake Followers. Wenn der Schein trügt

Der erste Eindruck eines Profils auf Social Media ist vielleicht nicht immer der, den er vorgibt zu sein. Hinter einer hohen Followeranzahl muss somit nicht wie erwartet ein erfolgreicher oder eine erfolgreiche Influencer:in stecken. Fake Followers trügen den Schein und geben ein falsches Bild, wie «real» tatsächlich jemand auf Social Media beziehungsweise deren Community erscheint. Im Grunde genommen schmücken sich diese Influencer:innen mit Zahlen und Profilen, welche eigentlich überhaupt nicht existieren. Ganz einfach gesagt, kann jede Person Followers kaufen, was aber nicht bedeutet, dass man dann automatisch Erfolg auf Social Media oder im Influencer Marketing hat. Vor allem mit der Weiterentwicklung und der aktuellen Lage im Creators Business, ist nicht mehr die Followerzahl das entscheidende KPI für Erfolg, sondern vor allem das Engagement und die Reach, neben der Glaubwürdigkeit, Verbundenheit zur Community und Authentizität.

Oftmals wird die Behauptung aufgestellt, dass vor allem für den Beginn das “Followers kaufen” ein Booster sein kann, um so sich selbst oder die eigene Brand weiter voranzutreiben. Man sollte dabei aber stets im Hinterkopf behalten, dass diese Fake Profile wenig bis kaum Posts liken oder kommentieren werden und somit kein Engagement vorhanden ist. Es wird also nicht lange dauern, bis die Community und mögliche Brands Partner erkennen, dass womöglich Fake Followers dahinterstecken. Ein schlechter Start, um also in die Welt des Influencer-Daseins einzutauchen. Und der Preis, den man dafür bezahlt, ist gross. Instagram beispielsweise erkennt immer mehr Profile mit einer hohen Fake Followers Anhängerschaft und löscht diese automatisch, sobald Fake Aktivitäten festzustellen sind. Nicht nur riskierst du die Löschung deines Accounts, sondern auch Opfer von Spamming- und Phishing-Angriffen zu werden.

Ebenfalls sollte dir bewusst sein, dass dir ein wichtiges und wertvolles Feedback einer ehrlichen Community fehlen wird. Woher sollst du wissen, ob das, was du teilst gut ankommt, deiner Followerschaftgefällt und einen Mehrwert liefert, wenn ein Grossteil an Fake Profilen hinter deinem Account stecken?

Wie erkenne ich Fake Followers?

Glücklicherweise ist es nicht allzu schwer, Fake Followers auf Anhieb zu erkennen. Hier sind einige Punkte, auf die du achten kannst:

  • Kein Profilbild
  • Keine oder sehr wenige Followers
  • Folgen aber selbst vielen Profilen
  • Keine/wenige Posts
  • Spamartige oder kryptische Benutzernamen
  • Niedrige Interaktionsrate
  • #FollowerForFollower

 

Solltest du eine plötzliche Zunahme in deiner Followeranzahl bemerken, dann bist du womöglich «Opfer» einer Fake Following Attacke geworden. Das bedeutet, dass jemand anderes Followers für dich gekauft hat. Ja, genau – auch beliebige andere Accounts können Followers kaufen und so dich oder dein Business beeinflussen oder gar ruinieren. Laut unserer Google Recherche konnten wir feststellen, dass man Fake Followers bereits zu sehr niedrigen Preisen kaufen kann. So kosten 1’000 Followers aktuell etwa um die 13 Dollar. Kein grosses Hindernis also für Personen, die einem Account schaden wollen.

 

Ein Fallbeispiel der Kingfluencers Community


Die Schweizer Content Creatorin Margaux Seydoux wurde Opfer eines genau solchen Fake Following Angriffs. Uns erzählt sie: «Eines Morgens wachte ich auf und sah plötzlich 5’000 neue Followers auf meinem Instagram Profil mit der Beschreibung ‘neu’. Von da an wurde mir sofort klar, dass dies Fake Followers sein müssen. Jemand kaufte mir Followers, um meinem Account zu schaden.» Margaux wendete sich daraufhin an uns und stellte ihren Account fürs Erste auf privat. Weiterhin erklärt sie: «Ich habe einige Tage gewartet und sogar meinen Benutzernamen geändert, sodass keine neuen Followers mehr dazukommen können. Ich musste ein Fake Profil nach dem anderen manuell löschen. Das hat eine Ewigkeit gedauert.»

Ein Fallbeispiel der Kingfluencers Community

Fall Kingfluencers

Auch wir als Agentur wurden von einem Fake Following Angriff leider nicht verschont. Anfang Juli, beinahe zeitgleich wie auch Influencerin Margaux Seydoux, hatte unser Instagram Account über Nacht plötzlich über 10’000 neue Followers. Das erste Mal, dass wir uns mit so einem riesen Thema intern beschäftigen mussten, da auch wir zum ersten Mal Fake Followers bekommen haben.

Wir haben dann, wie Margaux, unseren Account auf privat gestellt, um zu vermeiden, dass es noch mehr Fake Followers werden, denn wir wussten, es wird nicht einfach, diese Followers wieder loszuwerden. Nach interner Absprache und intensiver Recherche war unsere Lösung dann schnell klar: Fake Followers müssen ab jetzt, soweit es die Zeit erlaubt, immer mal wieder manuell gelöscht werden. Also haben wir intern einen Leitfaden erstellt, wie man Fake Followers erkennen kann und anhand dessen wurden diese dann manuell identifiziert, blockiert, wieder entsperrt und entfernt.

Stand heute sind wir wieder fast auf der damaligen Followerschaft zurück – dank interner Kingfluencers Team Hilfe.

Stellungnahme Meta

Mit dem Problem der Fake Followers haben wir uns an Meta gewandt und nach einer Stellungnahme ihrerseits gefragt. Daniel Kramer von Meta erklärt:

«Die Frage nach den Fake Followern bekommen wir täglich. Diese lassen sich leider nicht von vorneherein verhindern und erfahrungsgemäss kommt das mit steigendem Erfolg.» Mittlerweile gibt es jedoch gut funktionierende Systeme, welche diese Profile erkennen können. Die Fake Profile werden dann innerhalb weniger Tage deaktiviert. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass man einzelne Länder deaktivieren kann, wenn man bemerken sollte, dass viele Followers aus bestimmten Ländern zu stammen scheinen. «Neben dem manuellen Löschen gibt es leider noch keinen automatisierten Prozess», so Daniel.  

Stellungnahme Meta

Wie werde ich Fake Followers also wieder los?

Nun bleibt die Frage offen: Was kann ich tun, wenn ich Opfer einer solchen Fake Following Attacke geworden bin? Die wohl sicherste und wahrscheinlich aber auch zeitaufwändigste Methode ist, dein Konto manuell zu überprüfen. Alle Followers, die einen spam-artigen Benutzernamen haben oder bei denen keine Interaktionen zu beobachten sind, kannst du entfernen. Dabei müssen die Fake-Konten zuerst blockiert und dann aber wieder entblockiert werden und schliesslich gelöscht. Denn es gilt zu beachten, dass dein eigener Instagram Account nicht Hunderte von blockierten Followers haben sollte – deshalb das erneute “Entblocken” nach dem Sperren der Fake Profilen. Aber Achtung: Dieser Vorgang wird dich viel Zeit kosten. Insbesondere wenn die Fake Followers Anzahl im 100er oder gar 1000er Bereich liegt.

Eine weitere hybride Methode wäre die Verwendung eines Tools oder einer App, welche deine Fake Followers ganz einfach herausfiltern kann. Das Problem dabei ist, dass diese Apps aus Datenschutzgründen nicht 100% sicher sind. Der Vorteil in dieser Methode liegt jedoch darin, dass die Apps eine Liste erstellen können, die du dann selbst manuell durchgehen und so deine Fake Followers einfacher erkennen und löschen kannst.

Hier haben wir eine Liste mit guten und weniger guten Tools zusammengestellt:

  • Combin

    Combin ist für einen registrierten Account kostenlos und listet die Followers namentlich auf, die als Fake Followers eingestuft werden.
  • Nindo

    Auf Nindo wird dir grafisch aufgezeigt, wie viele Fake Followers dein Account hat, jedoch werden die Fake Accounts nicht aufgelistet. Nindo ist zudem kostenpflichtig und man benötigt eine Mindestmenge an Followers, um das Tool nutzen zu können.
  • Followinglike

    Hat keine Filter für Fake Followers, sondern ist lediglich eine Plattform zur Generierung von Reichweite durch Bots.
  • My Ghost Follower

    Eine App mit schlechten Bewertungen. Unserer Meinung nach, nicht weiterzuempfehlen.
  • Followers-Insights

    Zeigt die Fake Followers nicht an, sondern nur Followers, die einem Account nicht zurückfolgen. Ebenfalls eine App mit schlechten Bewertungen und unserer Meinung nach nicht zu empfehlen.

Tipps, um Fake Followers zu vermeiden

Wie bereits erwähnt, sind Fake Followers Bots. Diese folgen meist einem Account, indem sie die beliebtesten Hashtags verwenden, um nach einem Account zu suchen. Wir empfehlen daher: Vermeide es, diese Hashtags weiterhin zu benutzen. Der folgende Link zeigt dir die beliebtesten Hashtags, welche Bots verwenden könnten. Darunter vor allem Hashtags wie #popular #instagram #trending #follow #like #instagood #explorepage #likeforlikes #followforfollowback #instadaily #famous #photooftheday #followme. 

Komplett vermeiden kann man Fake Followers jedoch leider nicht. Mit steigendem Erfolg, ist die Wahrscheinlichkeit schlicht höher, mit dem Problem “Fake Following” konfrontiert zu werden.

Kingfluencers empfiehlt:

Kingfluencers empfiehlt:

Keep it real! Vergiss nicht – Menschen wollen Authentizität. Echte Menschen, echte Profile. Man kann sich keinen Erfolg verschaffen, indem man sich mit falschen Zahlen schmückt.

Darum: Präsentiere dich so, wie du wirklich bist. Steh zu deinen Follower:innen. Wenn dir ein Angriff des Fake Following passieren sollte, verstecke es nicht, gehe offen damit um und lasse auch deine Kund:innen und Community daran teilhaben.

Baue dir deine Community natürlich auf. Regelmässiger, qualitativer und authentischer Content helfen dir dabei. Lass deine Community nicht ausser Acht. Hol dir Feedback, geh auf Wünsche und Kritiken ein, interagiere mit deinen Followers. Das wird nicht nur deine Engagement Rate steigern, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass noch mehr Menschen deine Posts sehen.

Wenn du Hilfe dabei brauchst, eine Community aufzubauen, deine Reichweite mit organischem Content zu steigern oder dir einfach nicht sicher bist, ob du auch “Opfer” eines Fake-Following Kaufes geworden bist, dann kontaktiere uns gerne ganz unverbindlich. Wir können dir sowohl beim Community Management, als auch beim Social Media Content, bei TikTok, Instagram & Co. Angelegenheiten oder auch bei generellen Fragen rund um das Thema Digital Influence helfen.

Autor: Tijana Simic, Marketing Support @Kingfluencers

Ein Blick auf Meta und das Metaverse – Teil 1

Facebook änderte seinen Namen vergangenen Oktober zu Meta. Wenn man diese Neuigkeit hört, könnte man vermuten, dass die Namensänderung ein Versuch ist, den jüngsten Problemen der Plattform zu entgehen, so ein Whistleblower. Natürlich macht eine Namensänderung den Schaden aber nicht ungeschehen. Chriss Ross, Vizepräsident und Analyst bei Gartner, bezeichnete diesen Akt als «klassisches lipstick-on-the-pig Szenario». Ob dies tatsächlich so ist oder nicht, wird die Zukunft zeigen. Eines ist jedenfalls sicher: Hinter dem Metaverse steckt eine Strategie, denn abgesehen von der Namensänderung ist etwas Grosses geplant, was uns noch weiter begleiten wird. 

Das soziale Netzwerk Facebook an sich änderte jedoch nicht seinen Namen. Stattdessen hat lediglich das Unternehmen, welches hinter Facebook Inc. steckt, seinen Namen geändert, um insbesondere die Reichweite ihrer Services besser zu repräsentieren. Facebook CEO Mark Zuckerberg sagte in seiner Grundsatzrede auf dem jährlichen «Connect»-Event des Unternehmens am 28. Oktober: «Von nun an werden wir an erster Stelle das Metaverse sein und erst danach Facebook. Facebook ist eines der meistgenutzten Produkte der Welt. Allerdings umfasst es heute nicht mehr all das, was wir tun. Im Moment ist unsere Brand so eng mit einem spezifischen Produkt verbunden, dass unmöglich alles repräsentiert werden kann, was wir tun.»

Derzeit umfasst Meta Instagram, WhatsApp, Messenger, sowie Online Zahlungs- und Hardware-Unternehmen …

Was also ist das Metaverse?

Meta und das Metaverse

«Der Begriff Metaverse wurde ursprünglich von dem Science-Fiction Autor Neal Stephenson geprägt, um eine virtuelle Welt zu beschreiben, in die Menschen aus einer dystopischen, realen Welt fliehen.» Das Wort Metaverse «ist bei einigen Venture Capitalists in Silicon Valley populär geworden [und] bezieht sich auf technische Dienstleistungen als virtuelle, miteinander verbundene Welten.»

Wenn man den letzten Spider Man Film gesehen hat, sollte man nicht das Metaverse mit dem Multiversum verwechseln. Sie sind sich insofern ähnlich, da man in beiden Begriffen den Beginn einer Welt zu sehen scheint, in der zwei Realitäten parallel nebeneinander existieren, wobei die eine in der anderen lebt. Hat man den Film nicht gesehen, sollte man vielleicht an Matrix denken. Es fühlt sich ein wenig so an, als würde die Realität mit der Erfindung  des Metaverse eine neue Wendung annehmen, und genau das könnte auch passieren.

Ein Artikel im Meta Newsroom beschreibt das Metaverse als «eine Reihe virtueller Räume, in denen man mit anderen Menschen, die sich nicht im selben physischen Raum wie man selbst befindet, etwas erschaffen und erforschen kann.» The Verge beschreibt das Metaverse als «einen Traum für die Zukunft des Internets und ebenfalls eine nette Art, einige aktuelle Trends in der Online-Infrastruktur, einschliesslich des Wachstums von Echtzeit 3D-Welten, zusammenzufassen.»

Das Wachstum von immersiven Erlebnissen – Mittendrin, statt nur dabei

Über die Entwicklung des Internets schrieb Zuckerberg: «Die nächste Plattform wird noch immersiver sein – ein verankertes Internet, bei dem man mittendrin ist und nicht nur zusieht. Wir nennen dies das Metaverse, in dem kein Produkt unberührt bleiben wird.”

«Die bestimmende Eigenschaft des Metaverse wird ein Gefühl von Präsenz sein – als würde man direkt neben einer anderen Person oder an einem anderen Ort sein. Sich mit einer anderen Person psychisch, aber nicht physisch auf eine sehr realitätsnahe Art zu vernetzen, ist der ultimative Traum von Social Technology. Das ist der Grund, weshalb wir uns darauf konzentrieren, dies zu schaffen.»

Das Schreiben des Gründers enthält einen Link zu einem Film, in dem es darum geht, wie man das Metaverse eines Tages nutzen könnte, einschliesslich der Möglichkeit, sich selbst als Hologramm zu teleportieren.

Das Metaverse wird nicht von einem Unternehmen geschaffen, sondern von mehreren Creators & Developers

Zuckerberg schrieb: «Das Metaverse wird nicht von einem einzigen Unternehmen geschaffen …. Unsere Rolle auf dieser Reise ist es, die Entwicklung der grundlegenden Technologien, sozialen Plattformen und kreativen Tools zu beschleunigen, um das Metaverse zum Leben zu erwecken und diese Technologien durch unsere Social Media Apps mit einzubeziehen.»

Facebook beschäftigt bereits mehr als 10.000 Mitarbeitende, die an Consumer Hardware wie AR-Brillen arbeiten, von denen Zuckerberg glaubt, dass sie irgendwann so präsent sein werden  wie Smartphones. Um ihre Dienste so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen, plant Meta, deren Geräte zum Selbstkostenpreis oder subventioniert zu verkaufen. Meta hat bereits über die Eröffnung physischer Geschäfte diskutiert, um so ihre Virtual Reality(VR)- und Augmented Reality(AR)-Geräte zu präsentieren.

Zuckerberg betonte, dass Datenschutz, Sicherheit, offene Standards und Kompatibilität  vom ersten Tag an in das Metaverse integriert werden müssen. 

Meta und das Metaverse. Zuckerberg

Wird Unmittelbarkeit dominieren?

Wird Unmittelbarkeit dominieren?

Es ist seltsam, TikTok und Instagram als «traditionelle» oder «alte» Medien zu betrachten. Trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, dass diese Plattformen in ihren aktuellen Versionen nicht die Unmittelbarkeit des Metaverse bieten. Wird es in Zukunft noch Platz für solche Plattformen geben oder müssen sie Neues bieten? Kann es sein, dass TikTok Videos beinahe schon veraltet sind?

Als erfolgreiche internationale Social-Media-Juggernauten erwarten wir natürlich, dass TikTok relevant bleibt. Die eigentliche Frage ist also, wie sehr sie sich anpassen werden müssen, um ihre Präsenz aufrechtzuerhalten. Mit TikTok’s derzeitigen Vorteilen – wie ihren hohen Einnahmen und einem grossen Publikum – könnte TikTok das Metaverse möglicherweise sogar mit seinen eigenen Services überbieten.

  • Voraussage: TikTok wird zunehmend allumfassende Erlebnisse anbieten und ein starker Konkurrent von Meta bleiben. TikTok wird weder seinen grossen Anteil an der Nutzungszeit, noch seine engagierte Gemeinschaft von Content Creators aufgeben.

Das Bestreben um die Kunden

Während sich das Bestreben weiterhin ändern wird, bleibt der Preis, um den konkurriert wird, derselbe:

Die Aufmerksamkeit der Kunden:innen 

Sowohl Content Creators als auch Brands müssen sich die Aufmerksamkeit der Kunden:innen verdienen und ihr Vertrauen und ihre Zuneigung gewinnen, um diese Aufmerksamkeit auf Dauer zu erhalten. Wenn es dem Metaverse gelingt, einen bedeutenden Teil der Kundenaufmerksamkeit zu gewinnen, dann müssen auch alle anderen Brands in dieser Thematik konkurrieren. 

Werden mindestens AR und VR erforderlich sein, um das Publikum zu gewinnen? Selbst wenn es Raum für verschiedene Plattformen gibt, sollten sie ihre Formel entsprechend anpassen oder ihre eigene Version des Metaverse starten? Werden insbesondere Brands in der Lage sein, weiterhin auf den Social-Media-Plattformen zu werben, wie bisher? 

  • Voraussage: Anstatt, dass eine Plattform die andere dominiert, wird sich das Publikum zunehmend aufteilen. Innerhalb verschiedener enger «Stämme» mag eine bestimmte Plattform am beliebtesten sein – doch die zunehmende Fragmentierung wird trotzdem genügend Raum für den Erfolg mehrerer Plattformen zulassen.

Wer wird “gewinnen und verlieren” [oder wird es Platz für alle geben]?

Die Vorlieben der Konsument:innen ändern sich im Laufe der Zeit, und wer dies falsch angeht, verliert wichtigen Boden und muss mit schwindenden Publikumszahlen rechnen. Während sich das Bestreben und die Konkurrenz verlagert, wird es sich auch erweitern. Neue Social-Media-Formate werden neue Zielgruppen erschliessen. 

Aber natürlich wird es auch zu gewissen Spannungen im bestehenden Publikum kommen. 

  • Voraussage: Einige werden verlieren. Es mag Platz für alle geben, aber nur diejenigen, die sich anpassen und weiterhin Content und Erlebnisse anbieten, welche sich deren Publikum wünscht, werden überleben.
Platz für alle

Die Definition von Social Media Engagement überdenken

Die Definition von Social Media Engagement überdenken

Derzeit werden die Engagement-Raten anhand von Interaktionen wie Likes und Kommentaren gemessen. Das Metaverse wird diese Metriken jedoch zwangsläufig verändern. Das Metaverse ermöglicht andere Arten des Engagements, die sensorischer und intensiver sind. Unsere gesamte Vorstellung von der Messung von Social-Media-Aktivitäten, Engagement und Erfolg muss neu überdacht werden.

  • Voraussage: Es besteht kein Zweifel daran, dass die Erfolgsmessung in den sozialen Medien komplexer und schwieriger sein wird. Diese Komplexität wird dazu führen, dass Brands zunehmend auf Agenturen zurückgreifen und alle Akteure auf robuste SaaS-Analyse-Plattformen (Software-as-a-Service) setzen werden. DIY-Tabellen werden hier nicht mehr ausreichen.

Die wachsende Spaltung 

Die Spaltung zwischen dem Metaverse und anderen Plattformen wird ein viel grösserer Unterschied sein als die derzeitigen Unterschiede zwischen Facebook, Instagram und TikTok. In Teil 2 und 3 werden wir untersuchen, was dies für die Social-Media-Landschaft und das Influencer-Marketing allumfassend bedeuten wird. Vor allem, welche Auswirkungen dies für die verschiedenen Akteure wie Brands, Influencer:innen und Konsument:innen haben könnte.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing