TV: ein leistungsstarkes Medium für Verbindungen in der heutigen digitalen Landschaft – Teil 2

In Teil 1 beantworteten wir die Frage „Was ist Fernsehen?“, untersuchten die wachsende Popularität des Fernsehens und wie es ein leistungsstarkes Medium für die Kommunikation bleibt. In Teil 2 gehen wir der Frage nach, wie TV und Influencer:innen eine starke Kombination für Brands darstellen, und werfen dann einen Blick auf mögliche Innovationen, die sich daraus abzeichnen können.

Crossover mit TV und Influencer:innen

Crossovers with TV & Influencers

Man mag TV-Stars und Influencer:innen für zwei verschiedene Arten von Prominent:innen halten, dennoch gibt es Überschneidungen. Einige Influencer:innen traten zunächst durch andere Mittel als Social Media ins Rampenlicht und nutzten dann diesen Ruhm, um eine soziale Fangemeinde aufzubauen, wie beispielsweise Patric Haziri von Der Bachelor und Sara Leutenegger von Germany’s Next Top Model. Dasselbe gilt für den Comedian Jonny Fischer, ehemalige Miss Schweiz Christa Rigozzi und die Sängerin Linda Fäh. Lina Senn ist eine von mehreren Influencer:innen, mit denen Kingfluencers kontinuierlich zusammenarbeitet, um eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit für L’Oréal aufzubauen. Lina moderiert ebenfalls die TV-Show „First Dates Switzerland„.

Crossover sind auch bei den Bildschirmen und Programmen bekannt. Dank der Integration von  YouTube in neue Smart-TVs, konsumieren  Zuschauer:innen Social Media nun auf den grossen, an den Wand montierten Fernsehern, während sie gleichzeitig Fernsehprogramme auf den Handys und Tablets ansehen. Die Verbraucher:innen suchen nach qualitativ hochwertigem Content, der sie anspricht und den sie über eine Mischung von Kanälen und Geräten konsumieren können.

TV + Influencer:innen = Starke Kombination für Brands

Wie wir in „Influencer Marketing vs. Legacy Advertising“ bereits geschrieben haben, weicht traditionelle Werbung vom Content ab, welchen das heutige Publikum konsumieren möchte. Im Gegensatz dazu verschmilzt das Influencer Marketing die Werbung mit dem gewünschten Content. Im Vergleich zu herkömmlicher Werbung werden Influencer:innen als vertrauenswürdige Meinungsführer:innen und ihr Content als authentisch angesehen. Die Menschen identifizieren sich mit Influencer:innen. Ihre Empfehlungen werden mit Relevanz und Glaubwürdigkeit vermittelt. Für die Mitglieder einer Community kann sich ein:e Influencer:in wie ein Teil des Freundeskreises anfühlen, was zu einem hohen Mass an Engagement beiträgt.

Die Zusammenarbeit mit Influencer:innen ist ein wirkungsvolles Instrument für Brands, um ansprechenden und authentischen Content zu produzieren, Vertrauen aufzubauen und mit den Konsument:innen in Kontakt zu treten. Gleichzeitig bleibt das Fernsehen im Allgemeinen der Videokanal mit der grössten nationalen Reichweite. Mit unserem neuen Influencer-TV-Spots Service kombiniert Kingfluencers all dies in einem effektiven und effizienten Werbeformat.

In Zusammenarbeit mit Kingfluencers kann der Content von Influencer:innen wie ein TV-Spot im Stil einer Social Media Story, wie z.B. TikTok oder Instagram Reels, mit einer Dauer von bis zu 15 Sekunden nun im TV ausgestrahlt werden. Nutze deinen bestehenden Influencer Marketing Content für einen zweiten Lebenszyklus im Fernsehen. Bewirb deine Stories auf eine neue Art und Weise, um die Reichweite deiner Kampagne zu erhöhen und den ROI zu maximieren. Du hast auch die Möglichkeit frischen, neuen Werbecontent an den Seiten deines Spots zu platzieren und so den TV-Rahmen zu füllen. Durch die Einbettung nachverfolgbarer CTAs wie QR-Codes mit Scan-to-Shop-Funktionen, Rabattangeboten und integrierten Wettbewerben kannst du direktes Engagement generieren.

Durch unsere exklusive Partnerschaft mit Admeira ist Kingfluencers die einzige Influencer Marketing Agentur, die diese einzigartige crossmediale Synergie zwischen Social Media und TV in der Schweiz anbietet. Erreiche deine Zielgruppe auf Kanälen wie SRF 1, SRF 2, Swiss 1, TF1, RTS1 und mehr. Frank Zelger, CEO von Admeira, sagt gegenüber der Werbewoche: „Mit dieser neuen Werbeform wird die digitale Kampagne optimal erweitert und generiert dank der Kraft des Fernsehens zusätzliche Reichweite.“ Damit liegt Admeira TV in den Top 4 hinter YouTube, Instagram und allgemeinem TV – und immer noch 4 Plätze vor TikTok in Bezug auf die Schweizer Reichweite. Insgesamt können wöchentlich 5,29 Mio. Menschen über die Admeira TV-Kanäle erreicht werden, was mehr als 60% der Schweizer Bevölkerung entspricht.

Was kommt als Nächstes? Ein Blick in die Zukunft

Das Fernsehen ist nach wie vor ein mächtiges Medium im Leben der Menschen aller Altersgruppen weltweit. Wir werden erleben, wie lineare (Live-)Fernsehereignisse mit der verbindenden Kraft des Metaverse verschmelzen werden. Mit virtuellen Welten können die Fernsehzuschauer:innen über das blosse „Zuschauen“ hinausgehen und bei aufregenden Ereignissen von globaler Bedeutung, wie z.B. der Ausweitung der Raumfahrt, das Gefühl der physischen Präsenz erlangen.

Die Einbeziehung des Metaverse kann zu intensiveren Erlebnissen führen und eine Vielzahl von tieferen Verbindungen auf globaler Ebene fördern. Reality-TV-Programme, einschliesslich Wettbewerbe, müssen nicht mehr durch physische Grenzen begrenzt werden. Dr. Alen Lipuš, PhD, R&D Manager bei Pro-Bit, erklärte: „Es gibt nichts Besseres als körperliche Nähe, doch das Metaverse ist das Nächstbeste.“ Vielleicht setzen wir uns irgendwann im Metaverse sogar gemeinsam auf eine virtuelle Couch, um ein Fussballspiel zu geniessen.

Im Jahr 2017 begann Netflix, „interaktive“ Sendungen im Stil von „Choose your own adventure“ anzubieten. Die Verschmelzung einer solchen Zuschauerbeteiligung mit dem Gefühl der Zusammengehörigkeit, das das Metaverse mit sich bringt, könnte frische, neue immersive Erfahrungen hervorbringen.

Mit seinen Anfängen im Jahr 1927 mag das Fernsehen fast ein Jahrhundert alt sein, aber es ist noch lange kein aussterbendes Format. Der Influencer-TV-Spot von Kingfluencers verbindet die Kraft des Fernsehens mit der Vertrauenswürdigkeit und unvergleichlichen Attraktivität des Influencer Marketings, um eine unschlagbare Reichweite zu erschwinglichen Kosten zu erzielen. Kontaktiere uns, um mehr über dieses einzigartige Angebot zu erfahren oder um dein exklusives Werbepaket zu buchen.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

TV: ein leistungsstarkes Medium für Verbindungen in der heutigen digitalen Landschaft – Teil 1

Das elektronische Fernsehen wurde erstmals am 7. September 1927 in San Francisco erfolgreich vorgeführt. In der Schweiz begannen die ersten Fernsehübertragungen im Jahr 1939.1963 überholte das Fernsehen erstmals die Zeitungen als Informationsquelle.

Wenn man bedenkt, dass das Medium heute als „uralt“ bezeichnet werden kann, ist es dann noch relevant? Welche Rolle – wenn überhaupt – spielt es für moderne Brands?

Was ist TV überhaupt?

Vielleicht klingt das wie eine seltsame Frage, doch angesichts der breiten Landschaft der digitalen Medien müssen wir etwas Klarheit schaffen. Obwohl klar ist, dass es sich bei Videoanzeigen auf Plattformen wie TikTok und Facebook um Social Media Anzeigen handelt, gibt es viele Überschneidungen. So sehen sich viele Menschen zum Beispiel über YouTube Sendungen auf ihrem Fernseher an. Gehört das ebenfalls zum „richtigen Fernsehen“?

Yoeri Gabriel Callebaut, Co-CEO und Chief Growth & Marketing Officer von Kingfluencers, sagte: „Ich nutze nur Streaming Dienste wie Netflix, Disney +, Apple + oder CNN live.“ Das Gleiche gilt für Megan Bozman, Content Autorin von Kingfluencers, deren Familie sich 2017 vom Kabelfernsehen trennte und nur noch Streaming Dienste verwendet, die über Roku zugänglich sind.

Sehen wir ohne Live-TV überhaupt noch „TV“?

Die Landschaft im Wandel: TV definiert

Beginnen wir mit einigen Definitionen, die von StackAdapt, einer programmatischen Self Service Plattform, stammen. «Lineares Fernsehen ist im Wesentlichen Live Fernsehen… Es wird aufgrund der Art und Weise, wie der Content konsumiert wird, als „lineares“ Fernsehen bezeichnet. Die Zuschauer:innen können das Programm nur zur geplanten Zeit und über einen bestimmten Kanal sehen.“ Lineares Fernsehen umfasst sowohl den (kostenlosen) Rundfunk als auch das Kabelfernsehen.

In Bezug auf Werbung umfasst „Connected TV (CTV) jede Werbung, die vor oder nach dem Streaming von Content auf vernetzten TV-Geräten abgespielt wird, während lineare TV-Werbung in den Werbepausen des herkömmlichen Fernsehprogramms gezeigt wird.“

Over-the-Top (OTT) ist der Begriff, der die Bereitstellung von TV-Content über das Internet und über das herkömmliche, geschlossene TV-System beschreibt.

CTV ist eine Teilmenge von OTT. OTT ist die Methode zur Bereitstellung von Video Content, und CTV ist das Gerät, auf dem die Zuschauer:innen diesen Content sehen.

Um Brands dabei zu helfen, sinnvolle Verbindungen zu schaffen, bezeichnet Kingfluencers alle oben genannten Punkte als „TV“.

Der Aufstieg – und Fall – des Kabelfernsehens

Von 1980 bis 1990 wuchs die Zahl der Kabelnetze von 28 auf 79 und fragmentierte die Fernsehlandschaft. Die frühen 2010er Jahre wurden als das goldene Zeitalter des Kabelfernsehens bezeichnet. Im Oktober 2010 waren über 105 Millionen US-Fernsehhaushalte Pay-TV-Abonnent:innen, was einer Marktdurchdringung von über 90% der Fernsehhaushalte entspricht. Im Jahr 2013 verfügte der durchschnittliche TV-Haushalt über 189 Kanäle. Wenn man bedenkt, dass sie nur 17 dieser 189 Kanäle gesehen haben, ist die Frustration über die TV-Abo-Bündel leicht zu verstehen. In allen Branchen möchten Konsument:innen vermeiden, für Dinge zahlen zu müssen, die sie nicht wollen. In der Schweiz brachte das Aufkommen des Kabelfernsehens viele verschiedene Programme mit sich, wenn man bedenkt, dass in der Schweiz vier verschiedene Sprachen gesprochen werden. Während der reguläre Sendebetrieb auf Deutsch und Französisch begann, so wurden auch italienische und sogar einige rätoromanische Kanäle eingeführt. Abgesehen von ein paar lokalen Versuchen hatte die SRG als Anbieterin von Schweizer Fernsehprogrammen lange Zeit eine monopolartige Stellung. Die eigenproduzierte Unterhaltung beschränkte sich lange Zeit fast ausschliesslich auf Show- und Quizsendungen, während fiktionale Angebote vor allem aus dem (benachbarten) Ausland oder den USA kamen.

Es überrascht nicht, dass das Streaming einen bedeutsamen Einfluss auf das Kabelfernsehen hat, so wie das Kabelfernsehen vor Jahrzenten auf das Rundfunkfernsehen. Streaming führt nun zu einem Rückgang der Kabel-TV-Abonnements. Die Kabelunternehmen haben lange darum gekämpft, das profitable Geschäftsmodell der „fetten Kabelbündel“ aufrechtzuerhalten, haben aber 2015 damit begonnen, die aufgeblähten Bündel zu reduzieren, um so die Flut der Cord-Cutters aufzuhalten.

In einem TechHive Artikel aus dem Jahr 2017 werden mehrere Ereignisse beschrieben, die „eine Katastrophe für das aufgeblähte TV-Paket bedeuten“, da die Zahl der Kabel-Abonnements zurückgeht und eine Reihe miteinander verflochtener Kräfte das TV-Paket auseinanderreissen. In der Zwischenzeit ergreifen Streaming Dienste umfangreiche Massnahmen, um die Aufmerksamkeit der Konsument:innen zu gewinnen – und vor allem zu behalten. Im Jahr 2018 lieferten Streaming Plattformen wie Hulu und Amazon Prime zum ersten Mal mehr originale Serienprogramme als Rundfunk und Kabelnetzwerke.

Die wachsende Popularität des Fernsehens in der Schweiz

Der Fernsehkonsum der Schweizer:innen zwischen 15 und 29 Jahren ist seit 2020 um 57,7 % gestiegen. Gemäss IGEM sehen 6,3 Millionen Schweizer:innen (94% der Gesamtbevölkerung) fern, und 65% der Schweizer Bevölkerung sieht täglich fern (ohne Streamingdienste). Im Durchschnitt schauen Schweizer:innen zwischen 15 und 29 Jahren täglich 108 Minuten TV. In den älteren Altersgruppen ist diese Zahl sogar noch höher. Das klassische Fernsehen hat mehr als doppelt so viele Zuschauer:innen wie Netflix (2,8 Millionen / 42%). Im Vergleich zu YouTube (4,6 Millionen, 68%) hat das Fernsehen 1,7 Millionen mehr Zuschauer:innen.

Weltweit ist die Zahl der Fernsehzuschauer:innen weiterhin stetig gestiegen und wird bis 2026 voraussichtlich 5,68 Milliarden Menschen erreichen. Die diesjährige Tour de France verzeichnete für die Mitglieder:innen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) die höchste Zahl an Fernsehzuschauenden seit 2015, gemessen an der Anzahl der gesehenen Stunden.

Die Medienunternehmen haben diese Chancen erkannt und investieren verstärkt in verschiedene Bereiche. Sky Studios strebt eine „signifikante Erhöhung“ der Investitionen in Dramen und Comedy an und wird allein in diesem Jahr 200 Originalsendungen produzieren. Der Pay-TV-Gigant hat kürzlich den für den Academy Award nominierten Produzenten Tobias Rosen in der neu geschaffenen Position des Vizepräsidenten in Deutschland eingestellt.

TV ist ein starkes Medium für Verbindungen

Die Rolle des Fernsehens im Leben der Menschen geht weit über reine Unterhaltung hinaus. Das Fernsehen hält uns weltweit auf dem Laufenden, angefangen vor Jahrzehnten mit Ereignissen wie der ersten Mondlandung und dem Fall der Berliner Mauer.

Das Fernsehen baut Verbindungen auf, über Grenzen hinweg sowie innerhalb von Städten und Wohnzimmern. Wenn wir unserer Lieblingssportmannschaft zuschauen, können wir gemeinsam mit unseren Nachbarn feiern (oder trauern, je nachdem). Wir können gespannt darauf warten, wem der Bachelor eine Rose gibt oder wer nicht gut genug hinter Lizzo tanzt und aus dem Haus fliegt.

Die Menschen können diese Geschehen gemeinsam geniessen, egal ob wir auf demselben Sofa sitzen oder nicht. In Kombination mit der Macht von Social Media können wir in Echtzeit und auf globaler Ebene über das Programm diskutieren. Ein kurzer Blick auf Plattformen wie TikTok oder Reddit zeigt zahlreiche Beiträge zum Thema Fernsehen, die sich mitunter gegen die Macher:innen der Show auflehnen und zu komischen Ergebnissen führen.

In Teil 2 werden wir untersuchen, wie Fernsehen und Influencer:innen ein starkes Duo für Brands bilden, und einen Blick darauf werfen, was als Nächstes anstehen könnte.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Metaverse Teil 4: Bedeutet Metaverse = Rückgang von Interaktion und Verbindung?

Rückzug aus der Sozialisation, Flucht in Online-Welten

Die COVID Lockdowns im Jahre 2020 dürften die wachsende Tendenz der Menschen verstärkt haben, in ihren Häusern zu bleiben und soziale Kontakte zu meiden, um ihre Zeit online mit Social Media, Videospielen und Streaming Unterhaltung zu verbringen. Wie im Scientific American beschrieben, droht COVID eine Welle von Hikikomori nach Amerika zu bringen. «Hikikomori, ein ursprünglich in Japan auftretendes Syndrom extremer sozialer Isolation, das vor allem junge Männer beschreibt, die sich zu Hause einschliessen, anstatt zur Schule oder Arbeit zu gehen.»

Videospiele, Social Media und TV sind auch für die Schweizer:innen ein beliebter Zeitvertreib. In der Schweiz spielten im Jahr 2021 insgesamt 65,4 Prozent der Bevölkerung mindestens mehrmals im Jahr Videospiele – fast ein Drittel der Schweizer:innen spielt sogar mehrmals wöchentlich oder täglich.

Der anhaltende Trend zum Online-Leben

Das Leben online zu leben ist insbesondere bei jungen Menschen ein wachsender Trend. Jean M. Twenge, Professorin für Psychologie an der San Diego State University, erforscht seit Jahrzehnten die Unterschiede zwischen den Generationen. «Um 2012 bemerkte ich abrupte Veränderungen im Verhalten und in der Gefühlslage von Teenagern… Die Verlockung der Unabhängigkeit, die für frühere Generationen so stark war, hat auf die heutigen Teenager weitaus weniger Einfluss, die seltener ohne ihre Eltern das Haus verlassen.» Jean beschreibt, dass Jugendliche ausserhalb der digitalen Welt wesentlich seltener ausgehen, Auto fahren und für Geld arbeiten wollen.

Ist das Wachstum des Metaverse lediglich eine Fortsetzung des Rückgangs der persönlichen Sozialisation? Sind wir auf dem Weg dahin, dass virtuelle Welten unsere Existenz dominieren werden?

Im Film „Matrix“ versklaven Maschinen Menschen. Was die meisten Menschen nicht wussten, war, dass alle ihre Erfahrungen nur in einer hochentwickelten virtuellen Welt stattfanden. Wird das Metaverse ähnlich sein, mit dem Unterschied, dass die Menschen freiwillig die Realität für eine virtuelle Welt verlassen? Ich muss gestehen, dass ich die Vorstellung erschreckend finde.

Ist virtuelles Socializing wahrhaftiges “unter Leute kommen”?

Simon Hohler, technischer Consultant bei Ewasoft, erklärte, dass das Metaverse «ein Medium der Verbindung sein kann. Wenn Menschen zum Beispiel ihre Liebsten nicht persönlich besuchen können, sei es aufgrund von Entfernung oder Krankheit, kann das Metaverse den Nutzer:innen eine Erfahrung von Präsenz vermitteln, die tiefer geht als ein blosser Telefonanruf oder gar ein Videochat.»

Dr. Alen Lipuš, PhD, R&D Manager bei Pro-Bit, erklärte: «Es gibt nichts Besseres als körperliche Nähe, doch das Metaverse ist das Nächstbeste.»

In einem zweijährigen Projekt unter der Leitung der Universität Exeter wurde die Frage untersucht, ob virtuelles Socializing tatsächlich Socializing ist. Die Forscher:innen fanden heraus, dass «die Schulung älterer Menschen im Umgang mit sozialen Medien die kognitiven Fähigkeiten verbessert, das Gefühl der Selbstkompetenz steigert und sich insgesamt positiv auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken könnte». Die Teilnehmer:innen engagierten sich mehr in sozialen Aktivitäten und genossen es besonders, sich mit Freunden und Verwandten per Videochat und E-Mail auszutauschen.

Wenn virtuelle Realität real ist

Die virtuelle Realität wird oft als nicht „real“ angesehen. Virtuelle Veranstaltungen beziehen sich auf Interaktionen und Treffen, die online per Videokonferenz stattfinden. Von Strickkursen und Buchclubs bis hin zu Tanz-Workouts und Happy Hours – virtuelle Veranstaltungen haben gerade im Jahr 2020 stark zugenommen.

Die Teilnahme an Meetings aus der Ferne war schon vor der Covid-19 Pandemie eine wertvolle Option und ist nach wie vor ein wichtiges Instrument für die Zusammenarbeit in Unternehmen. Viele Unternehmen führen Remote Meetings mit potenziellen Neukund:innen durch, gewinnen den Auftrag, betreuen die Kund:innen und erzielen Einnahmen, ohne sich jemals persönlich zu treffen. (Ich persönlich arbeite seit 2018 mit dem Co-CEO von Kingfluencers, Yoeri, zusammen und habe ihn noch nie persönlich getroffen).

Die Verbindung und der gelieferte Wert sind nicht weniger „real“, weil die Meetings virtuell stattgefunden haben. Ebenso ist die Liebe, die wir empfinden, wenn wir das lächelnde Gesicht eines Freundes über Zoom sehen, nicht weniger real. Die Absichten hinter unseren Interaktionen sind die gleichen, ebenso wie die meisten Ergebnisse dahinter.

Sollten Brands im Metaverse sein? (Falls es tatsächlich existiert…)

In einem kürzlich erschienenen Artikel in The Drum wird behauptet, dass das Metaverse gar nicht existiert (und zwar mit Nachdruck, wie ich hinzufügen möchte). Wie wir in «Das Metaverse Teil 3» geschrieben haben, ist das Metaverse definiert als «ein Virtual Reality Raum, in dem Users mit einer computergenerierten Umgebung und anderen Users interagieren können.»

Der Autor wiederholte, dass solche Virtual Reality Räume derzeit zwar existieren, doch nur innerhalb von Spielen und das „Metaverse“ als eigenständige Einheit somit gar nicht existiert.

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Was sollten Brands tun? Das Innovative mit dem Zugänglichen in Einklang bringen

Dr. Lipuš empfiehlt Brands: «Versuche, etwas Sinnvolles und Praktisches zu tun, und folge nicht nur der Mehrheit oder einem Hype. Denn das kann sowohl die tatsächlichen Chancen als auch die Risiken verzerren. Dies kann bei NFTs der Fall sein.

Obwohl es verlockend ist, neue Technologien nutzen zu wollen, um Kund:innen mit einzigartigen Werbeaktionen zu begeistern, kann es auch Nachteile geben. So sind insbesondere Blockchains und NFTs nach wie vor komplex, und viele Konsument:innen sind noch nicht bereit, diese Hürde zu überwinden. Wenn du eine innovative Werbeaktion wie NFTs in Betracht ziehst, solltest du auch wissen, wie vertraut deine Kund:innen mit dieser Technologie sind.

Herr Hohler erklärt: «Es gibt immer noch eine hohe Einstiegshürde für Nutzer:innen. Die Verwendung von NFTs ist etwas schwierig. Die Nutzer:innen müssen eine Website besuchen, ihr Krypto Wallet installieren und Einkäufe mit Kryptowährungen an einer Börse tätigen, wozu auch eine Identitätsüberprüfung nach dem Prinzip “Kenne deine Kund:innen” gehört. Dies alles ändert sich jedoch täglich. Wir raten Brands daher, ihre Werbeaktionen leicht verständlich zu gestalten.»

Herr Hohler sagt voraus, dass die Rolle von NFTs wachsen wird. «Ich glaube, dass wir in Zukunft alle den Besitz von Gegenständen wie Immobilien und Autos durch den Besitz einer NFT in unseren Bitcoin Wallets nachweisen werden.»

Vorreiter und Trendsetter

Brands, Konsument:innen und Influencer:innen können im Metaverse eine neue und unendliche Vielfalt an Interaktionen aufbauen. Gastgewerbebetriebe können VR-Ausflüge anbieten und Modemarken virtuelle Accessoires verkaufen.Weit über B2C und B2B Unternehmen hinaus kann das Metaverse auch von NGOs und Gesundheitsorganisationen genutzt werden. Interaktionen während der Nachhilfe oder der virtuellen Therapie können durch die vertiefte Verbindung, die das Metaverse bieten kann, verbessert werden.

Schlage jetzt eine positive, gesunde Richtung ein

Beim derzeitigen Stand des Metaverse bleiben die von uns angesprochenen Risiken theoretisch. Auch wenn wir andere Parallelen sehen, sollten wir davon ausgehen, dass diese Risiken zunehmen werden, aber es ist noch Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Jetzt ist es an der Zeit, Schritte zu unternehmen, um ein gesundes Umfeld zu schaffen und das Wachstum des Negativen zu verhindern.

Organisationen und Verbände wie der Conscious Influence Hub (CIH) können eine richtungsweisende und beratende Rolle spielen. Der CIH ist eine gemeinnützige NGO mit Sitz in der Schweiz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, «die Grundwerte Respekt, Empathie und Transparenz im Einflussbereich der sozialen Medien zu fördern». Gemeinsam haben Kingfluencers und CIH einen Verhaltenskodex mit Best Practice Richtlinien ins Leben gerufen, der unter anderem vorsieht, ein Vorbild für Empathie und Respekt zu sein und mit sensiblen Themen besonders verantwortungsvoll umzugehen.

Das Gleichgewicht in der Zukunft finden – Alles in Massen

Der Mensch braucht körperliche Bewegung, sowie eine gewisse Dosis Sonnenlicht, um seine Gesundheit aufrecht zu erhalten. Der Aufenthalt in geschlossenen Räumen, vor allem sitzend vor einem Bildschirm, ist ein Rezept für eine Vielzahl von Krankheiten.

Die Nutzung des Metaverse muss jedoch nicht bedeuten, dass andere aktive Freizeitbeschäftigungen aufgegeben werden, genauso wenig wie das Essen eines Kekses bedeutet, dass wir kein Gemüse mehr essen sollten. Im Gegensatz zu traditionellen Social Media Plattformen können sich die Menschen im Metaverse auch körperlich betätigen, indem sie z.B. nach einem Schluck Corona Bier auf einem Surfbrett surfen. Körperliche Bewegung kann den Nutzer:innen Gesundheits- und Fitness Vorteile bieten und gleichzeitig die Verbindung zu Brands vertiefen.

Balance is key.

Mit einer Mischung aus Metaverse und Realität werden wir die Möglichkeit haben, das Leben intensiver zu leben und eine Vielzahl von tiefen Verbindungen auf globaler Ebene einzugehen. Der Unterschied zwischen Online und IRL wird immer geringer, da die Menschen nach einem Gleichgewicht streben.

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Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Was können wir gegen toxische Schönheitsideale auf Social Media tun?

«Ogilvy UK wird nicht mehr länger mit Influencer:innen zusammenarbeiten, die ihren Körper oder ihr Gesicht für Brand Kampagnen verzerren oder retuschieren, um so die „systemischen“ Gesundheitsschäden auf Social Media zu bekämpfen».

Diese Regel ist zwar zweifellos gut gemeint, doch erlaubt sie es Influencer:innen immer noch, ihr Aussehen durch zahlreiche andere Mittel wie Contouring Make-Up, Push-up-BHs, falsche Wimpern und Haarverlängerungen zu verändern. Daher die Frage, wie effektiv dieser Schritt sein wird, wennes darum geht unrealistische Schönheitsideale zu reduzieren.

Die meisten sind sich einig, dass Social Media unrealistische, toxische Schönheitsidealefördert, die sich negativ auf die psychische Gesundheit der Menschen auswirken. Was kanngegen dieses komplexe Problem unternommen werden? Und wer sollte etwasunternehmen?

Nun, wir haben einige Ideen.

Wachsendes Bewusstsein für die Auswirkungen von Social Media auf die psychische Gesundheit 

«Als Gen X kamen die Schönheitsideale meiner Kindheit in den 80er Jahren von MTV (schaut es euch an, Kinder) und Zeitschriften. Ich erinnere mich noch gut an die dünnen Beine der Frauen im „Legs“-Video von ZZ Top. Meine eigenen Beine waren nie so dünn, doch habe ich gelernt, sie zu lieben und ihre Fähigkeit zu schätzen, steile Hügel im Wald hinaufzufahren», sagt Megan Bozman, Content Creator bei Kingfluencers.

Körperdysmorphie und Depressionen sind sicherlich keine neuen Entwicklungen, die allein durch Social Media entstanden sind. Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt jedoch, dass die Nutzung sozialer Medien die Prävalenz solcher Krankheiten erhöht und die Zustände verschlimmert.

Die BBC stellt fest: «Die Nutzung von Social Media scheint mit der Sorge um das Körperbild zusammenzuhängen». Die Auswirkungen sind bei heranwachsenden Mädchen besonders gravierend. Der Sozialpsychologe Jonathan Haidt schrieb: «Die Teilmenge der Studien, die es den Forschenden ermöglichen, Social Media und insbesondere Instagram zu isolieren, zeigen einen viel stärkeren Zusammenhang mit schlechter psychischer Gesundheit. Das Gleiche gilt für diejenigen, die sich eher auf Mädchen als auf alle Teenager konzentrieren. Mädchen, die Social Media intensiv nutzen, geben mit zwei- bis dreimal höherer Wahrscheinlichkeit an, depressiv zu sein, als Mädchen, die Instagram nur wenig oder gar nicht nutzen.»

Immer mehr Menschen greifen zu medizinischen Eingriffen, um ihr Gesicht dauerhaft zu verändern, inspiriert von retuschierten oder gefilterten Fotos von sich selbst. Eine Umfrage der American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery (AAFPRS) aus dem Jahr 2020 ergab «einen Anstieg der chirurgischen Nachfrage, der in den letzten Jahren nicht zu beobachten war», gefolgt von einer «explosionsartigen Zunahme der Nachfrage nach plastischer Gesichtschirurgie und ästhetische Verfahren» im Jahr 2021.

Führt geringes Selbstvertrauen zu vermehrten Beauty Käufen? 

Profitieren Beauty Brands von diesen toxischen Schönheitsidealen? Es ist durchaus möglich, dass Frauen, die ein negatives Selbstbild haben, mehr Geld für Beauty Produkte ausgeben. Haben Brands daher einen Anreiz, Kampagnen durchzuführen, die dem Selbstbild schaden?

Natürlich sollte der Umsatz nicht das einzige Ziel sein. Wir hoffen, dass die meisten Brands den Menschen nicht absichtlich ein schlechtes Gewissen machen wollen. Aber das Thema ist es wert, angesprochen zu werden, da gewinnorientierte Unternehmen den Shareholder Value Priorität einräumen müssen. 

Die gute Nachricht ist, dass ethisches Verhalten den Einnahmen nicht schadet (zumindest in diesem Fall!) «Einige Studien zeigen, dass Frauen mit geringerem Selbstwertgefühl mehr Make-up verwenden, wahrscheinlich um Unvollkommenheiten zu verbergen. Aber auch Frauen mit einem höheren Selbstwertgefühl nutzen Make-up, zum Beispiel um Aufmerksamkeit zu erregen.»

Von toxischen Schönheitsidealen profitiert auf Dauer niemand.

Wo liegt die Verantwortung?

Wenn wir als Gesellschaft wollen, dass sich Schönheitsideale hin zu natürlichen Darstellungen und einer umfassenden Wertschätzung der Vielfalt des menschlichen Aussehens verschieben, bleibt die Frage bestehen: wie erreichen wir das?

Ähnlich wie bei der Bekämpfung gegen Fehlinformationen erfordert die Bewältigung dieser Herausforderung, dass mehrere Einheiten mehr Verantwortung übernehmen. Jede Gruppe sollte eine Rolle spielen und dazu dienen, die Unzulänglichkeiten der anderen auszugleichen.

Ha Vy Nguyen, Social Media Marketing Spezialistin bei Kingfluencers und Influencerin, sagte:

„Als Influencerin belastet mich dieses Thema, denn eine unserer Aufgaben ist es, unsere Community zu inspirieren und ein Vorbild zu sein. Und wenn man seine Fotos dann stark bearbeitet, trägt man natürlich zu diesem Problem bei. Gleichzeitig habe ich den inneren Druck die perfekte Version meines Selbst zu präsentieren und ein gewisses Aussehen zu repräsentieren. Wenn ich das nicht schaffe,  wäre mein Engagement nicht so gross oder mein Account würde nicht mehr so stark weiterwachsen. Ich würde einen Hinweis, beispielsweise in der Caption begrüssen, der besagt, dass das Foto bearbeitet wurde. Aber jegliche Fotobearbeitung zu verbieten, würde meiner Meinung nach zu grossen Auswirkungen haben, die nicht unbedingt positiv sein müssen.”

Staatliche Bemühungen zur Bekämpfung toxischer Schönheitsideale

Der konservative Abgeordnete Dr. Luke Evans hat im britischen Parlament einen Gesetzentwurf eingebracht, der eine Kennzeichnung von Bildern fordert, auf denen Influencer:innen ihren Körper digital verändert oder bearbeitet haben. Dr. Evans sagte, die Menschen seien «gefangen im Wettrüsten um das perfekte Selfie», was sich auf die psychische Gesundheit auswirke. Er hofft, «dass wir eine Gesellschaft fördern können, die eine positive Körperwahrnehmung anstrebt, ohne Körperbilder, die ohne digitale Manipulation buchstäblich unmöglich sind».

Mit Sicherheit ein gut gemeintes Ziel.

Es gibt ein bekanntes Sprichwort darüber, wohin ein Weg führt, der mit «guten Absichten gepflastert» ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich der Behauptung von Dr. Evans zustimme, dass sein Gesetzentwurf zu digital veränderten Körperbildern kein Beispiel für den „Nanny-Staat“ in Aktion ist. Die Durchsetzung wird komplex sein und es stellen sich zahlreiche Fragen, z.B. ob eine Bearbeitung zu künstlerischen Zwecken dennoch zulässig wäre.

Brands zur Förderung gesunder Schönheitsideale

Brands sollten Trendsetter sein, die zu dieser Thematik die Führung übernehmen und ein positives Beispiel geben können. Um auf das Beispiel am Anfang des Artikels zurückzukommen: «Ogilvy UK wird nicht mehr mit Influencer:innen zusammenarbeiten, die ihren Körper oder ihr Gesicht verzerren oder retuschieren.» Dove zum Beispiel arbeitet nur mit Influencer:innen zusammen, die ihr Aussehen auf Social Media nicht verzerren und hat auch Kampagnen entwickelt, die keine digitale Verzerrung zelebrieren.

Dove hat zudem eine «#DetoxYourFeed» Kampagne ins Leben gerufen, die ein herunterladbares «Confidence Kit» und einen «Elternleitfaden» mit wissenschaftlich geprüften Ressourcen und Tools umfasst. 

Influencer:innen zur Verkörperung natürlicher Schönheit

Wie Brands können auch Influencer:innen bestrebt sein, mit positivem Beispiel voranzugehen. Influencer:innen können auch unsere folgenden Tipps in die Praxis umsetzen, einschliesslich der Zusammenarbeit mit anderen Influencer:innen, die sich in ihrem Aussehen unterscheiden.

Anja Lapčević, Co-CEO & Chief Influence Officer, Kingfluencers, sagte: «Dieses Thema sollte auch von Agenturen aufgegriffen werden. Das Problem „falscher“ Schönheitsideale ist weder ein neues Phänomen, noch ist es nur auf Social Media vertreten. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das uns schon seit Jahren begleitet. Einerseits verschärft Social Media dieses Problem, andererseits könnte es auch eine Lösung sein. Trotz aller Retuschen findet man unbearbeitete, aufregende Gesichter und ungefilterte Geschichten zu Themen wie Schönheitswahn, psychische Gesundheit und Sexualität.»

«Etwas zu verbieten, löst das Problem in der Regel nicht. Wir sollten mehr Wert auf Transparenz legen. Die Offenlegung von Bearbeitungen und die Diskussion des Themas sind die einzigen Möglichkeiten, wie wir ein Bewusstsein entwickeln und uns als Gesellschaft gemeinsam weiterentwickeln können.»

Einer der Kund:innen von Kingfluencers sagte: «Ich persönlich begrüsse diese Entwicklungen. Ich glaube, dass die vorherrschende Situation mit stark bearbeiteten Selfies viele Menschen unter Druck setzt, unrealistischen Idealen zu entsprechen und dass dies der psychischen Gesundheit schaden kann.»

Ein weiterer Kunde von Kingfluencers sagte: «Als Eau Thermale Avène Brand wollen wir jeden dazu ermutigen, sich in seiner Haut wohl zu fühlen. Unser Slogan ‚Gesunde Haut ist Selbstvertrauen‘ verdeutlicht dies. Seit über 30 Jahren werden unsere Hautpflegeprodukte von Wissenschaftler:innen und Dermatolog:innen entwickelt, die sich dem Leben der Haut widmen, insbesondere der empfindlichen Haut. Beruhigt, geschützt und repariert, können Menschen mit empfindlicher Haut auf unser dermatologisches Fachwissen vertrauen, das ihnen hilft, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Zu unserem Manifest gehört die Tatsache, dass sogenannte “Mängel” uns einzigartig machen. Das ist die Schönheit des Lebens.»

Ein Verhaltenskodex als Leitfaden für verantwortungsvollen Einfluss

Der Conscious Influence Hub (CIH) mit Sitz in der Schweiz ist eine gemeinnützige NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, «die Grundwerte Respekt, Empathie und Transparenz im Bereich der Social Media Influence Sphäre zu fördern».

Gemeinsam haben Kingfluencers und der CIH einen Verhaltenskodex mit Best Practice Richtlinien und Beispielen veröffentlicht. Die Verhinderung der Verbreitung unrealistischer Schönheitsideale steht im Einklang mit den Richtlinien des CIH für Influencer:innen, zu denen auch die Transparenz gegenüber der eigenen Community gehört. 

Frankreich schreibt seit 2017 vor, dass retuschierte Werbebilder als solche gekennzeichnet werden müssen. Ein neues Gesetz in Norwegen verlangt von Social Media Influencer:innen ebenfalls, dass sie angeben, ob sie ihre Fotos in bezahlten Posts verändert haben. Die Schweizer Influencerin Nives Arrigoni unterstützt das Gesetz: «Generell bin ich für mehr Realität auf Instagram».

In der Schweiz gibt es kein solches Gesetz, obwohl die Schweizerische Compliance Commission (SLK) 2019 in die Vorschriften für faire und ehrliche Werbung folgendes aufgenommen hat: «Es ist unfair, in der kommerziellen Kommunikation computer-bearbeitete Bilder von Körpern in irreführender Weise zu verwenden, um eine Wirkung oder ein Ergebnis zu behaupten, das nicht erreicht werden kann.» Bei der SLK sind diesbezüglich aber bislang noch keine Beschwerden eingegangen.

Top-Tipps für Brands zur Förderung gesunder Schönheitsideale

1. Arbeite mit Influencer:innen, die sich im Aussehen unterscheiden

Es ist allgemein bekannt, dass Frauen mit Hilfe von Filtern und digitaler Bearbeitung Veränderungen wie grössere Lippen, dichteres Haar, grössere Brüste und glattere, faltenfreie Haut erzielen können. Natürlich gibt es aber auch viele Frauen, die diese Eigenschaften von Natur aus haben. Es nützt nichts, digital bearbeitete Bilder zu verbieten, wenn man dann nur noch mit Influencer:innen zusammenarbeitet, die von Natur aus genau das Aussehen haben, das alle digital nachbilden wollen.

Gib der Person mit der kleineren Oberweite eine Chance. Arbeite mit Influencer:innen zusammen, die Falten haben. Lass die Frau mit den kürzeren Beinen Kleider vorführen. Jeder sieht sich gerne vertreten. Menschen sind so individuell, zeige die Individualität eines jeden Individuums, welches auf seine eigene Art und Weise ganz speziell ist.

2. Sei transparent in Bezug auf deine Richtlinien

Mach deutlich, dass du «Gesichtsveränderungen» entweder verbietest oder zumindest davon abrätst. Kläre deinen Standpunkt bei der Verwendung von Models und Influencer:innen, die sich im Aussehen unterscheiden.

3. Zeige die Macht der nicht-digitalen visuellen Veränderungen auf

Make-up, Beleuchtung und Körperhaltung können das Erscheinungsbild von Menschen erheblich beeinflussen. Zeige einige «Vorher-Nachher» Bilder, um der Community auch einen Blick hinter die Kulissen zu geben. Eine solche Transparenz verleiht deiner Präsenz auf Social Media zusätzliche Authentizität.

4. Fördere aktiv die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden

Ermutige deine Community, Massnahmen zur Verbesserung und Erhaltung ihres Wohlbefindens zu ergreifen, z.B. Zeit in der Natur zu verbringen, Sport zu treiben und persönliche Kontakte zu pflegen. Lasse deinen Worten Taten folgen. Spende zum Beispiel Geld an Wohltätigkeitsorganisationen wie Girls on the Run oder gib deinen Mitarbeitenden einen bezahlten freien Tag, damit sie ehrenamtlich Parks anlegen können. Sei Teil der Lösung.

Kultiviere Positivität und Brand Love, um langfristige Einnahmen zu erzielen

Die Konsument:innen sind nicht gerade bestrebt, Brands zu unterstützen, die offensichtlich mit allen Mitteln versuchen, an Geld zu kommen, auch indem sie ihnen zum Beispiel absichtlich ein schlechtes Gefühl vermitteln. Glücklicherweise können sich Brands klar gegen diesen Ansatz stellen. Influencer Marketing ist ein effizientes Instrument, um positive Beziehungen und Verbindungen zu ihren Konsument: innen aufzubauen.

Wir bei Kingfluencers sind davon überzeugt, dass das effektive Zusammenbringen von Brands und Influencer:innen einen Mehrwert schafft. Brands profitieren von der Partnerschaft mit Influencer:innen, die sich auf Positivität und Echtheit konzentrieren und die ein Gemeinschaftsgefühl unter ihren Follower:innen aufbauen. Wenn es gut gemacht ist, kann Influencer Marketing dazu beitragen, dass Konsument:innen das Gefühl haben, dass eine Brand einen Mehrwert für ihr Leben darstellt und sie versteht. Letztendlich kann die Kultivierung von Positivität die Brand Love fördern, was zu langfristigem Umsatzwachstum führen kann.

Gehe diesen Weg – das fühlt sich nicht nur gut an, sondern kommt auch deiner Brand zugute.

Der nächste Schritt für Brands?

Wenn du Influencer:innen benötigst, die deine Brands repräsentieren und gleichzeitig authentisch aufstrebende Schönheitsstandards demonstrieren, wende dich an Kingfluencers. Wir helfen dir bei der Auswahl von Influencer:innen und der Gestaltung von Kampagnen, damit du Teil der Lösung wirst und gleichzeitig deine Geschäftsziele, wie z.B. eine höhere Reichweite erzielen kannst.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Kostenloses E-Book – Der Leitfaden für digitales Omnichannel Storytelling für Brands

Obwohl der Begriff “Storytelling” im Marketing permanent (über)genutzt wird, fühlt es sich manchmal an, als wäre es ein Fabelwesen, welches in aller Munde ist, jedoch nur von wenigen wirklich gesehen wird. Was wir dennoch wissen: Geschichten erzählen bzw. Storytelling funktioniert.

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Digitales Omnichannel Storytelling für Brands

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Das Metaverse Teil 3: Die Möglichkeit, Connections auf das nächste Level zu bringen

Willkommen zu Teil 3 unserer Führung durch das Metaverse. In Teil 1 haben wir uns damit beschäftigt, was das Metaverse ist und wie es die Social Media Landschaft verändert. In Teil 2 haben wir untersucht, was das Metaverse für Brands, Konsument:innen und die Gesellschaft bedeutet. Im folgenden Artikel befassen wir uns mit den Auswirkungen des Metaverse auf das Marketing insgesamt, einschliesslich der Veränderungen für Influencer:innen und Brands.

Metaverse ist definiert als „ein Virtual Reality Raum, in dem Users mit einer computergenerierten Umgebung und anderen Users interagieren können.“

Brands können das Metaverse nutzen, um tiefgründigere Verbindungen aufzubauen

Dank der immersiven Qualität können Brands das Metaverse nutzen, um eine stärkere Beziehung zu den Konsument:innen aufzubauen und die Loyalität zu stärken. Metaverse-Aktivitäten können die Menschen dazu ermutigen, sich körperlich zu engagieren, z.B. auf einem Surfbrett zu stehen nachdem sie ein Corona Bier getrunken haben und so die Verbindung mit Brands weiter zu vertiefen.

Darüber hinaus ermöglichen die Interaktionen im Metaverse den Brands, umfassendere Erkenntnisse durch das Überwachen der Details zu gewinnen, z.B. was sich die Users am längsten ansehen. Durch das Sammeln und Analysieren dieser tieferen Einblicke in die Vorlieben der Konsument:innen können Brands Verbesserungen in der Produktentwicklung und bei Werbung vorantreiben.

Darüber hinaus hebt das Metaverse auch geografische Grenzen auf. Virtuelle Veranstaltungen, wie z.B. Konzerte, ermöglichen es Hospitality Brands, ihren potenziellen Kundenstamm auf die ganze Welt auszudehnen.

Chancen und Risiken für Influencer:innen im Metaverse 

Influencer:innen können von vielen Vorteilen profitieren, die das Metaverse den Brands und den Konsument:innen bietet, einschliesslich der Möglichkeit, tiefgründigere Connections  aufzubauen und mit Konsument:innen weltweit in Kontakt zu treten und überall und zu jeder Zeit „präsent“ zu sein. So können sich Creators beispielsweise ihren Communities bei einer Reihe von Veranstaltungen im Metaverse anschliessen – etwas, das in der realen Welt oftmals nicht umsetzbar wäre, aufgrund von geografischen Grenzen. 

Virtuelle Influencer:innen erfreuen sich bereits wachsender Beliebtheit. Die reichste virtuelle Influencerin, Lil Miquela, verdient Berichten zufolge 10 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Im Metaverse erscheinen jedoch alle Nutzer:innen als Avatare, wodurch die Unterscheidung zwischen traditionellen und virtuellen Influencer:innen aufgehoben wird. Ohne dieses Unterscheidungsmerkmal könnten die derzeitigen Influencer:innen zusätzliche Schwierigkeiten haben, mit den CGI-Influencer:innen (CGI = Computer generated imagery) zu konkurrieren.

Interessanterweise bekommen die bestehenden virtuellen Influencer:innen nun Konkurrenz von Brands, die ihre eigenen computergenerierten Avatare auf den Markt bringen. Darüber hinaus müssen sich virtuelle Influencer:innen neuen Herausforderungen stellen, wie z.B. dem Charakter Management, wenn sie sich für die Live-Interaktion mit Fans im Metaverse entscheiden.

Obwohl NFTs (Non-Fungible Tokens) bereits auf bestehenden Social Media Plattformen verkauft werden, sollte die Interaktion in einer virtuellen Welt die Nachfrage nach NFTs erhöhen und Influencer:innen und Brands gleichermassen die Möglichkeit bieten, den Umsatz zu steigern.

Wachsende Kluft zwischen ansprechender und lästiger Werbung

In Teil 1 haben wir festgestellt, dass die Kluft zwischen dem Metaverse und anderen Plattformen ein viel grösserer Unterschied sein wird als die derzeitigen Unterschiede zwischen Facebook, Instagram und TikTok. Wir gehen davon aus, dass auch innerhalb des Metaverse selbst eine weitere Kluft entstehen wird: zwischen moderner und herkömmlicher Werbung.

Das Metaverse kann die Werbung dramatisch verändern. Anstatt sich mit schönen Bannern zu beschäftigen, müssen Brands ihr Spiel komplett ändern. Eine frühe Innovation ist Justin Biebers Partnerschaft mit dem Unterhaltungsunternehmen Wave, welches ein interaktives, virtuelles Event anbietet, das Gaming, Echtzeit-Motion-Capture und Live-Musikperformance miteinander verbindet. General Mills hat mit der Einführung des virtuellen „Homegate“ eine neue Art des „Tailgate“ eingeführt, das die Spannung am Spieltag durch eine interaktive virtuelle Küche und einen Hinterhof direkt zu den Fans nach Hause bringt.

Im Metaverse kann Werbung noch spannender und aufregender sein. TikTok rät: “Don’t make ads. Make TikToks.” In ähnlicher Art und Weise sollten Brands auch im Metaverse umdenken und keine Werbung betreiben, sondern Erlebnisse schaffen. Mit grenzenlosen Möglichkeiten können Dinge zum Leben erweckt werden, die bisher eine reine Domäne von Science Fiction und Fantasie waren. Ja – es ist ein “virtuelles” Leben, aber die Nutzer:innen können diese Zusammenarbeit gemeinsam erleben.

Wir hoffen, dass mehr Marketeers eine andere Richtung einschlagen und diese neuen Möglichkeiten zur Wertschöpfung nutzen. Biete deinen Kund:innen prägende Erlebnisse, statt textlastige und veraltete Werbung.

  • Voraussage: Brands werden vor der Herausforderung stehen, die Chance zu ergreifen, etwas Besseres anzubieten. Innovative Brands können sich von der Konkurrenz abheben und Loyalität der Kund:innen, also innige Brand Love aufbauen.

Eine Flucht vor Phobien 

Diese Freiheit könnte es den Nutzer:innen auch ermöglichen, sich von der Last ihrer Phobien zu befreien. Menschen mit Ängsten vor sozialer Interaktion könnten ihre Ängste überwinden und sich auf neue Weise sozial engagieren. Ebenso könnten weit verbreitete Phobien wie Höhenangst, Angst vor öffentlichen Auftritten oder vor Spinnen die Interaktionen weniger stark einschränken. Vielleicht kann die Möglichkeit, auf einer Riesenspinne zu reiten, die sich am Rande einer Klippe entlang bewegt, dazu beitragen, die Macht der Phobien bei der Rückkehr in die Realität zu verringern. Wir wollen hier keine Vorhersage machen, aber es ist eine interessante Theorie, über die man auf jedenfall nachdenken kann.

Brands träumen von einer Partnerschaft mit Konsument:innen 

Das Metaverse ermöglicht es den Menschen, zu sein, wer sie sein wollen und alles zu tun, was sie tun wollen – ohne sich ihren Ängsten oder Zweifeln stellen zu müssen. Viele Social Media Nutzer:innen stellen ein perfektes Leben dar, welches aber nicht die wirkliche Realität widerspiegelt. Metaverse ermöglicht es den Menschen, dies in die Praxis umzusetzen und gleichzeitig ihre Online-Persönlichkeit intensiver auszuleben – denn hier können sie so werden, wie sie es sich vorstellen, ohne dabei das Gefühl zu haben sich vor beispielsweise Unreinheiten oder ungestylten Haare schämen zu müssen. 

  • Voraussage: Die Freiheit, die das Metaverse bietet, wird sich grosser Beliebtheit erfreuen, insbesondere bei jungen Menschen. Versierte Marken werden sich diese kreative Freiheit zu Nutze machen und Angebote wie NFTs zum Beispiel für einzigartige Kleidung anbieten.

Wie Mark Zuckerberg, CEO von Meta schrieb: «Das Metaverse wird nicht von einem einzigen Unternehmen geschaffen.” Brands, Konsument:innen, Influencer:innen und Technologieunternehmen haben alle die Möglichkeit zur Entwicklung des Metaverse beizutragen. Zukunftsorientierte Brands sollten schon jetzt darüber nachdenken, wer sie im Metaverse sein wollen. Brands haben das Potenzial, die Erfahrungen der Konsument:innen zu gestalten und sich dem Ziel zu nähern, dass die Konsument:innen die Brand als Teil ihres Lebens sehen.

  • Voraussage: Erfolgreiche Brands werden gemeinsam mit den Konsument:innen träumen und ihnen dabei helfen, die von ihnen gewünschte Metaverse-Identität zu erreichen. Auf diese Weise werden sie noch stärkere Beziehungen innerhalb und ausserhalb des Metaverses aufbauen.

Influencer:innen Im Metaverse 

Auch Influencer:innen müssen sich überlegen, wer und was sie sein wollen. Im Metaverse gibt es keine Beschränkungen wie du geboren wurdest. Sie haben die Freiheit, die Identität beizubehalten, die sie bereits auf ihren anderen Social Media Plattformen entwickelt haben oder eine völlig neue aufzubauen. Influencer:innen könnten auch nur mit einer digitalen Persona existieren und ihre tatsächliche Identität in der realen Welt gar nicht preisgeben.

Die enorme Zunahme der Möglichkeiten für alle führt zu mehr Möglichkeiten für Creators, aber auch zu einem noch stärkeren Wettbewerb, welches es noch schwieriger gestalten könnte sich von der Masse abzuheben. Zudem können sie im Metaverse variieren, da sie mehrere Avatare erstellen können und auch mit sich selbst konkurrieren. 

Wie Brands müssen auch Influencer:innen neu bewerten, wer sie sein wollen und wie sie ihren Follower:innen und Brands einen Mehrwert bieten können. Sie werden entscheiden müssen, wie sie mit ihren Communities interagieren und wie sie in der digitalen Welt realen Einfluss ausüben können.

  • Voraussage: Ähnlich wie heute wird es rein digitale Influencer:innen geben, von denen einige grosse Popularität erlangen können. Die Authentizität wird jedoch überwiegen, und die meisten Influencer:innen werden ihre reale Identität beibehalten.

Das Metaverse gilt als der nächste Meilenstein der digitalen Transformation – kontaktiere Kingfluencers, um zu erfahren, wie deine Brand von der Nutzung virtueller Realität profitieren kann.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Schweizer Influencer:innen und Content Creators, die du im Auge behalten solltest

Die Schweiz ist voll von innovativen und faszinierenden Influencer:innen, die tagtäglich edukativen und unterhaltsamen Content mit der Community teilen. Kingfluencers hatte unter anderem das Vergnügen, mit den folgenden Influencer:innen zusammenzuarbeiten, wobei wir einige besonders tolle Beispiele hervorheben möchten, die du im Auge behalten solltest.

Schweizer Influencer:innen, die Trends vorantreiben

Kingfluencers hat kürzlich folgenden Trend Guide: „13 Social Media & Influencer Marketing Trends, auf die Sie jetzt achten sollten“ veröffentlicht – die Kategorisierung unserer Top-Schweizer Influencer:innen erfolgt danach, wie sie bei ausgewählten Trends abschneiden. Lade dir das eBook herunter, um einen detaillierten Einblick in alle Trends zu erhalten.

Mehr Liebe für Nano- und Mikro Influencer:innen 

Bei Influencer-Marketing-Kampagnen konzentrieren sich Brands mehr und mehr auf die Engagement-Rates als auf andere KPIs, wie z.B. die Gesamtzahl der Followers. Laut einem Bericht von Later und Fohr haben Nano- und Mikro Influencer:innen (<25.000 Followers) die höchste Engagement-Rate, diese liegt durchschnittlich bei 7 % – mehr als das Doppelte des Benchmarks von 3,21 %.

Alayah Pilgrim, Profifussballerin beim FC Basel, ist eine Mikro-Influencerin, die über Mode, Fitness und natürlich Fussball postet. Sie teilt sich auch einen TikTok-Account mit ihrem Freund.

Picture: Alayah Pilgrim

Video dominiert

In den nächsten 18 Monaten wird Video Content weiter an Relevanz und Bedeutung gewinnen. Da Video zum dominierenden Medium wird, werden andere Formate noch weniger wahrgenommen werden. Brands sollten somit mehr Video Content produzieren.

Alessandra Spataro ist bekannt für ihre professionellen und kreativen Videos auf TikTok. Sie zeigt oft was „hinter den Kulissen“ passiert, wie sie ihre Videos erstellt und teilt auch „Fails“, wenn etwas schiefgeht. Alessandras Videos sind abwechslungsreich und visuell ansprechend, hier ein kreatives Beispiel: Zerplatzen von Wasserballons mit verschiedenen Farben.

Der Erfolg von TikTok beschleunigt die enorme Entwicklung von Videos. Die TikTokerin Julie Riess postet häufig eine Vielzahl von Videos und zeigt sich dabei authentisch. Neben TikToks über Essen und Secondhand-Shopping postet Julie „Get Ready With Me“-Videos und teilt mit ihren Follower:innen ihren Entscheidungsprozess beim Zusammenstellen von Outfits.

Die Creator Economy wird boomen, wenn Content zur Währung wird

Der Wert des Contents steigt stetig und treibt zahlreiche Trends voran. Insbesondere werden immer mehr Menschen versuchen, aus ihrem Content, ihrer Meinung und ihrer Stimme Kapital zu schlagen. Sowohl Brands als auch Social-Media-Plattformen werden aktiv nach Content Creators suchen und diese anwerben.

Kingfluencers hat schon häufig mit Fabio Zerzuben zusammengearbeitet, einem Creator, der aussergewöhnlichen Content produziert. Fabio ist berühmt für seine kreativen und fesselnden Reels, in denen oft auch seine Familie zu sehen ist.

Da Influencer:innen zunehmend dem Druck unterliegen, noch schneller Content zu erstellen, bleiben sie auch auf mehreren Social-Media-Plattformen sowie in traditionellen Medien aktiv. Eine der grössten Influencerinnen der Schweiz, Xenia Tchoumi, postet auf Instagram über Themen wie Beauty, Mode und Reisen. Neben der Erstellung von Social-Media Content hat Xenia das Buch „Empower Yourself“ geschrieben und 4 TEDx-Vorträge gehalten. Der Schweizer Comedian Aditotoro ist sowohl auf TikTok als auch auf Twitch und YouTube aktiv. In letzter Zeit ist er auch ausserhalb der Schweiz bekannter geworden.

Influencer:innen sehen sich einem zunehmendem Innovationsdruck ausgesetzt 

Leo Monferini schuf eine Figur mit einer lustigen Brille, die auf TikTok viral ging. Als einer der grössten TikToker aus der Romandie geniesst er grosse Beliebtheit und die Kund:innen von Kingfluencers arbeiten gerne mit ihm zusammen. Sein humorvoller Content ist genau das, wonach die Menschen auf TikTok suchen.

Festigung im Influencer Marketing

Die Influencer Marketing Branche wird eine zunehmende Festigung bei Technologien, Agenturen und Dienstleistern erleben. Immer mehr Influencer:innen schliessen sich zu Gruppen zusammen, um ihre Dienstleistungen für Brands zu bewerben.

Der Gründer des „SKRR SQUAD“, Dario Scheurmann, ist dafür bekannt, dass er eine Vielzahl von Situationen der Generation Z auf witzige Art und Weise darstellt. Seine TikToks haben einen Sinn für kindliche Launen und zeigen auf humorvolle Weise, wie unterschiedlich Frauen und Männer Dinge tun, z.B. ans Telefon gehen oder ins Auto steigen, um zu fahren.

Jean Carly Réveil postet humorvolle Videos auf TikTok, oft in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen TikToker:innen. Häufige Themen sind Interaktionen zwischen Paaren und Freunden. Laura Bante erstellt Comedy TikTok-Videos basierend auf Themen wie Beauty und Fitness und arbeitet oft mit ihrer Freundin Margaux Seydoux zusammen.

Die Agentur Headz vertritt zahlreiche Influencer:innen, die viel Leidenschaft in die Erstellung von Content stecken, darunter Simo Bonito, der witzige Videos dreht, in denen unter anderem sein italienischer „Nonno“ zu sehen ist, welchen er selbst spielt. Ericwdrae erstellt allein oder mit seinem Freund T-Ronimo Comedy Content, in denen sie oft zwei weibliche Charaktere, Bresha und Selina, in lustigen Situationen präsentieren. T-Ronimo postet neben seinen humorvollen Videos auch über Fussball, Autos, Arbeit und verkauft Merchandise wie T-Shirts und Mützen.

Langfristige Partnerschaften zwischen Brands und Influencer:innen

Um ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren, ist es für Influencer:innen wichtig nur mit Brands zusammenzuarbeiten, die sie wirklich lieben und vertreten – im Idealfall sollten langfristige Kooperationen eingegangen werden, von denen sowohl die Brand als auch der/die Influencer:in profitiert. Viele der Brands von Kingfluencers führen jahrelange Kampagnen mit Influencer:innen durch. Wir haben beispielsweise viele Kampagnen mit Minea Jud durchgeführt, die wir als „unseren Sonnenschein“ bezeichnen. Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und erstellt hochwertigen Lifestyle-, Fashion- und Beauty-Content.

Kingfluencers hat unter anderem mit den folgenden Influencer:innen zusammengearbeitet, um erfolgreiche und langfristige Kooperationen für L’Oréal aufzubauen: Dilara Tortumlu & Fatjona Muji, Margaux Seydoux, sowie Jean Carly Réveil, der ebenfalls eine langfristige Zusammenarbeit mit der Hautpflegemarke CeraVe hatte, wie auch Lina Senn, die dafür bekannt ist, humorvollen Lifestyle Content und lustige Beziehungssituationen mit ihrem Freund Leonard Stucki, ebenfalls ein Influencer, zu kreieren. Ausserdem moderiert Lina die TV-Show „First Dates Switzerland„.

Alles über die Generation Z

Der bestehende Fokus auf die Generation Z als begehrte demografische Gruppe wird sich fortsetzen, insbesondere, da sie allmählich in die Arbeitswelt eintreten. Abgesehen von ihrem Status als bedeutende Konsument:innen wird die Generation Z neue kulturelle Trends in verschiedenen Bereichen wie Musik, Kunst, Arbeit und Ethik setzen.

Zimmi, der ebenfalls von The Headz Agency vertreten wird, ist ein beliebter TikToker der Generation Z, welcher oft lustige Sketches über Interaktionen mit Lehrer:innen postet. Die Mehrheit der Generation Z sind immer noch Student:innen, was die Bildungsszenarien zu einem “echten” Erlebnis macht. 

GenZ TikTokerin Emma macht lustige Posts über Beziehungen, Schule, Beauty und die Pflege ihrer Pferde.

Aufstrebende Stars und wichtige Trends im Auge behalten

Brands und Influencer:innen profitieren gleichermassen von den zunehmenden Möglichkeiten mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten und Einnahmen zu generieren. Leider gehen diese Möglichkeiten mit den Herausforderungen der zunehmenden Komplexität und des Wettbewerbs einher. Abonniere unseren Newsletter, um über Trends auf dem Laufenden zu bleiben, und wende dich an Kingfluencers, um Unterstützung beim Erstellen koordinierter Kampagnen zu erhalten.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Ein Blick auf Meta & das Metaverse Teil 2 – was auf Influencer:innen, Verbraucher:innen und künftige Marken zukommt …

In Teil 1 haben wir uns damit beschäftigt, was das Metaverse eigentlich ist, und einige Vorhersagen zu Fragen wie: „Wird Immersivität dominieren“ und „Wer wird «gewinnen und/oder verlieren»?“ gemacht. In Teil 2 konzentrieren wir uns auf die Auswirkungen des Metaverse auf Brands, Influencer:innen und Konsument:innen.

Auswirkungen des Metaverse auf die Konsument:innen

Ein Artikel im Meta Newsroom beschreibt das Metaversum als „eine Reihe virtueller Räume, in denen man mit anderen Menschen, die sich nicht im selben physischen Raum wie man selbst befindet, etwas erschaffen und erforschen kann“. Die Konsument:innen können neue Kleidung anprobieren, Autos testen oder zum Beispiel mit neuen Frisuren experimentieren. Metaverse-Aktivitäten können Menschen dazu ermutigen, aufzustehen und sich zu bewegen, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, zu einer höheren Schrittzahl und sogar zu einer besseren Fitness führen kann.

Verity McIntosh, VR-Expertin an der University of the West of England, erklärte gegenüber BBC, dass die Granularität der Daten, die durch die Nutzung von VR/AR zur Verfügung steht, um eine Grössenordnung höher ist, als bei bildschirmgestützten Medien. „Jetzt geht es nicht mehr nur darum, wohin ich klicke und was ich mit anderen teile, sondern auch darum, wohin ich gehe, wie ich stehe, was ich am längsten anschaue, wie ich meinen Körper bewege und wie ich auf bestimmte Reize reagiere. Das ist ein direkter Weg zu meinem Unterbewusstsein, und für eine/n Datenkapitalisten/in Gold wert.“

Die Auswirkungen für Manipulationen von Menschen sind daher ebenfalls um Grössenordnungen höher. Werden die Algorithmen missbraucht und den Nutzer:innen Medien vorgeschlagen, die sie verärgern, könnte das Metaverse negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben und zu einer verstärkten Spaltung führen. Der Schutz der Privatsphäre wird eine schwierige, sich ständig weiterentwickelnde Herausforderung bleiben.

Die verschwimmenden Grenzen zwischen dem Metaverse und der Realität

Das Metaverse ist eine eigene Welt, in der Menschen im Gegensatz zum passiven Betrachten einer Webseite, existieren und interagieren. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Metaverse und der realen Welt sind viel grösser, und die Grenzen, zwischen den beiden werden zunehmend verschwimmen.

  • Voraussage: Brands werden in der Lage sein, Cross-Over-Effekte zu erzeugen und das Verhalten in der realen Welt durch Metaverse-Marketing und sogar umgekehrt voranzutreiben. Spillover-Effekte könnten dazu führen, dass digitale Produkte, die im Metaverse beworben werden, auch im echten Leben beliebter werden.

Die Rolle der Brands bei der Definition des Metaverse

Laut einer Studie von The Drumwissen wir, dass Marketeers eine grosse Rolle bei der Definition der Zukunft des Metaverse spielen. Von der Schaffung von Event Spaces innerhalb von Plattformen bis hin zum Verkauf von Technologien, die es den Konsument:innen ermöglichen, diese zu erleben“. Luxusmarken verkaufen im Metaverse ausschliesslich digitale Produkte. Morgan Stanley zufolge wird die digitale Nachfrage nach Mode- und Luxusmarken voraussichtlich wachsen und könnte bis 2030 50 Milliarden US-Dollar erreichen.

Die Nutzer:innen haben das Potenzial, zu dem zu werden, was sie werden wollen. In Teil 3 werden wir uns mit der verlockenden Freiheit des Metaverse befassen. Erfolgreiche Brands träumen mit den Konsument:innen und werden zu deren Partnern, die ihnen helfen, die gewünschte Metaverse-Identität zu erreichen.

Veränderte Möglichkeiten zur Interaktion

Werbung wird oft als etwas Negatives und meist als Unterbrechung empfunden. Es ist möglich, dass veraltete, lästige Werbung in das Metaverse kopiert und eingefügt wird und die Nutzer:innen mit irritierenden digitalen Werbetafeln und fliegenden Bannern bombardiert werden. Tom Mitchelhill der für Cointelegraph schreibt, beschreibt die düsteren Möglichkeiten: „Stephensons eindrucksvolle fiktive Schilderung eines Metaverse, das mit dem Neonlicht kommerzieller Werbung übersättigt ist, klingt heute wahrer denn je, da sich Web3-Designer:innen und -Marketeers darauf vorbereiten, in den aufstrebenden Metaverse(n) zu werben.» Die digitale Unterhaltungs- und Medienplattform Azerion ist kürzlich eine Partnerschaft mit Bidstack eingegangen, einer Plattform für In-Game-Werbung und Monetarisierung von Videospielen. Der Gründer und CEP von Bidstack sagte, der Vertrag „signalisiert die Erkenntnis, dass Brand Werbung im Metaverse wirklich angekommen ist.“

Das Metaverse bietet Brands jedoch eine ganze Reihe neuer Tools, um mit Kund:innen in Kontakt zu treten. Derzeit sind digitale und physische Erlebnisse oft sehr voneinander getrennt. Das Metaverse schafft neue Möglichkeiten, um den Kund:innen einen Mehrwert zu bieten – mit immersiven, ansprechenden Erlebnissen und neuen Produkten in Form von NFTs. Influencer:innen haben auch mehr Möglichkeiten, mit ihren Communities in Kontakt zu treten, z.B. indem sie bei einem Konzert oder einem virtuellen Geschäft anwesend sind.

  • Voraussage: Der Verkauf von digitalen Gütern wird für Brands und Influencer:innen gleichermassen wichtig werden. Digitale Güter können, um neue Einnahmequellen zu erschliessen, sowohl in Marketingkampagnen eingesetzt als auch verkauft werden.

Was sollten Brands tun?

Neue Funktionen werden entwickelt, Investitionen werden getätigt und es wird experimentiert. Das Metaverse ist derzeit ein riesiges grünes Feld mit vielen Möglichkeiten, aber auch vielen bislang unbekannten Bereichen. Meta Reality Labs (ein Schwesterunternehmen von Facebook) hat sich verpflichtet, mindestens 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr für die Entwicklung von Erlebnissen auszugeben, die Augmented Reality (AR)- und Virtual Reality (VR)-Hardware mit Software und Content verschmelzen.

Marken fragen sich vielleicht, ob sie wirklich bereits Pläne für den Einstieg in das Metaverse entwickeln sollen. Die intensive Erfahrung des Metaversums ermöglicht es Marken, ihre Produkte auf neue und innovative Weise zu bewerben. Beispielsweise können Modemarken digitale Versionen ihrer Kleidung und Accessoires verkaufen und/oder verschenken. Unternehmen aus dem Bereich des Gastgewerbes können zum Beispiel die Architektur ihrer Lokale nachbilden und virtuelle Veranstaltungen durchführen.

Zeit zu Experimentieren

Die Reality Labs-Abteilung von Meta, der Teil des Unternehmens, der mit dem Aufbau des Metaverses beauftragt ist, verlor im Jahr 2021 mehr als 10 Milliarden US-Dollar und die Verluste wachsen weiter. Die Führungskräfte sagten, dass es bis zu 15 Jahre dauern könnte, ihre Vision vollständig zu verwirklichen. Bei einem Zeitrahmen von „bis zu 15 Jahren“ ist keine grosse Eile geboten. Nichtsdestotrotz ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um mit dem Prozess von Metaverse-Erfahrungen zu beginnen.

Im Metaverse haben Brands und Influencer:innen die Möglichkeit, innovativ zu sein, zu experimentieren und sich anzupassen, um die Ergebnisse zu verbessern und eine führende Position einzunehmen, bevor das Metaverse zum Mainstream wird.

Obwohl NFTs bereits auf bestehenden Social Media Plattformen verkauft werden, dürfte die Interaktion in einer virtuellen Welt die Nachfrage nach NFTs erhöhen und Influencer:innen und Marken gleichermassen die Möglichkeit bieten, ihre Einnahmen zu steigern.

  • Voraussage: NFTs werden sowohl für Marken als auch für digitale Künstler:innen und Creators eine grosse Chance sein, Content auf eine neue Art zu monetarisieren und neue Einnahmequellen zu erschliessen. Die Entwicklung intelligenter Strategien wird für Marken und Influencer:innen entscheidend sein.

Bist du bereits hinter der Kurve?

Damit ein Marketingkanal einen positiven ROI erzielen kann, muss eine Brand in der Lage sein, ihr Zielpublikum zu erreichen. Um dieses Ziel im Metaverse zu erreichen, ist eine Sättigung mit einer bestimmten Anzahl aktiver Nutzer:innen erforderlich. Mach dir keine Sorgen, dass du noch nicht so weit bist – fange lieber direkt an dir Wissen anzueignen und Prozesse in Richtung Metaverse bereits jetzt in den Marketing Mix mit einzubeziehen.

  • Voraussage: Wir sind noch nicht an diesem Punkt angelangt, doch liegt er auch nicht in allzu ferner Zukunft. Wir stehen erst am Anfang und die kritische Masse an Nutzer:innen wird erst in drei bis fünf Jahren zu sehen sein.

Dennoch ist es gut, mit der Planung zu beginnen. Jetzt ist es an der Zeit, sich Wissen anzueignen und diese Fähigkeiten aufzubauen, einschliesslich der Unterstützung durch fachspezifische Marketeer, damit du bereit bist für das Metaversum.

Eines ist sicher: Das Metaverse wird von den Marketeers verlangen, sich anzupassen und sich neu zu organisieren. Die Auswahl von Influencer:innen und der Aufbau eines Influencer-Netzwerks wird deutlich komplexer werden.

  • Voraussage: Die Beratung durch Expert:innen und die Unterstützung durch Agenturen wird wichtiger denn je sein.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Influencer Marketing vs. Legacy Advertising – Bring deine Brand in den engsten Kreis

Traditionell betrachtet war Werbung schon immer eine Abweichung von den Inhalten, welche das Publikum konsumieren wollten. Eine Pause in der Fernsehsendung. Ein Abbruch im Artikel. Ein Stopp der Musik oder des Podcasts. Werbung und Content waren unterschiedlich.

Influencer Marketing (IM) durchbricht dieses Paradigma. IM ist etwas völlig Neues und dient nicht nur als weiterer Medienkanal, um dein Publikum zu erreichen – sondern vieles mehr.

Influencer Marketing lässt Content und Werbung miteinander verschmelzen

Influencer Marketing gibt die traditionelle Abweichung auf und lässt Werbung in den Content einfliessen, so entsteht Content, welches von dem Publikum wirklich gesucht wird.   In Anbetracht dessen rät TikTok: «Mach keine Werbung, mach TikToks.» Der Social Media Riese beschreibt diese Anleitung als «eine Aufforderung [an Brands], kreativer und authentischer zu sein und Content zu produzieren, der die Menschen wirklich anspricht.» Das anhaltende Wachstum des Influencer Marketings ist Teil einer kontinuierlichen Verlagerung weg von traditionellen Kanälen und hin zur digitalen Werbung. Laut der Jahresübersicht 2021 von Media Focus ist das Internet mit einem Anteil von 30% am Medienmix 2021 nun die dominierende Mediengruppe in der Schweiz und ersetzt somit das Fernsehen.

Influencer Marketing ist nie eine eigenständige Massnahme. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, ist es entscheidend, die Zeitpläne von Medien- und Influencer-Marketing Kampagnen sorgfältig aufeinander abzustimmen.

-Martina Klieber, Publicity Manager bei Universal Pictures Schweiz 

Die unmittelbare Nähe zu Influencer:innen macht sie sympathischer

Menschen folgen Influencer:innen, weil sie die Person oder ihren Content wirklich mögen. Unsere Social-Media-Freunde sind vielleicht nicht immer in unmittelbarer Nähe, doch fühlen wir uns ihnen ziemlich nahe. Connections schaffen digitale Freunde und die sozialen Medien dienen als direkter Kommunikationskanal. Viele Influencer:innen führen ein normales Leben, mit dem sich die Follower:innen identifizieren können. Sie kaufen vielleicht in denselben Geschäften ein, besuchen dieselben Restaurants und tragen dieselbe Kleidung. Wir könnten uns sogar vorstellen, ihnen im wirklichen Leben zu begegnen.

Influencer:innen sind zwar Menschen, die wir bewundern, doch führen sie ein Leben, das im Gegensatz zu den grossen Stars nahbarer ist. «Influencer:innen sind per se schon authentischer als klassische Prominente, weil sie mit ihren Communities interagieren und sich mit ihnen verbunden fühlen», so Anja Lapčević, Co-CEO & Chief Influencer Officer bei Kingfluencers. 

Klassische Prominente führen Monologe, während Influencer:innen Dialoge führen. 

“Mit klassischer Werbung können Engagements und Interaktivität nie so gut erreicht werden, wie mit Influencer Marketing”, so Yoeri Gabriel Callebaut, Co-CEO und Chief Growth & Marketing Officer bei Kingfluencers. Für die eigene Community können sich Influencer:innen wie ein Teil ihres Freundeskreises fühlen und dazu beitragen, ein hohes Mass an Engagement zu fördern. TikTok Influencer:innen stehen sich besonders nahe. Selbst kleinere Influencer:innen haben Engagement-Rates von 17,97% auf TikTok, im Gegensatz zu 3,86% auf Instagram und 1,63% auf YouTube.

“Obwohl Prominente aufgrund ihres Wiedererkennungswerts beliebter für Werbungen sind, würden Influencer:innen zum Beispiel direktes Feedback von ihren Communities erhalten, egal ob positiv oder negativ.”

– Anja Lapčević, Co-CEO & Chief Influence Officer

Alles in allem: “Mit Influencer-Marketing kann man spezifische Communities erreichen, die mit normaler Werbung schwer zu erreichen wären,” so Yoeri.

Influencer:innen integrieren Brands in den engsten Kreis der Menschen

In traditionellen Anzeigen wird immer ein Produkt zum Kauf angeboten. In der Regel handelt es sich bei den dargestellten Personen um Schauspieler:innen und selbst wenn echte Sprecher:innen eingesetzt werden, handelt es sich meist um offensichtliche Werbung.

Aber IM bedient sich einem anderen Ansatz als normaler Werbung. 

Durch die Zusammenarbeit mit Influence:innern erhalten Brands authentische und glaubwürdige Repräsentant:innen. Influencer:innen können als echte Gesichter einer Marke angesehen werden, reale Personen in einem Umfeld, zu dem die Menschen einen Bezug aufbauen oder bereits haben. Diese Eigenschaften machen IM zu etwas Besonderem und das Ergebnis ist, dass sie Brands in den inneren und engsten Kreis der Menschen integrieren. 4 von 10 Millennials, die YouTube abonniert haben, sagten, dass ihre Lieblings-Influencer:innen sie besser verstehen als die eigenen Freunde. Influencer:innen sind bemerkenswerte Storytellers, die auf einzigartige Weise in der Lage sind, eine Brücke zwischen Brands und Menschen zu bauen und somit starke Beziehungen zu schaffen. Brands haben die Möglichkeit, Influencer:innen auszuwählen, die bereits über ihre Art von Produkt sprechen. Denn erst eine sorgfältige Auswahl führt zu idealen Übereinstimmungen für nahtlose Brand- und Influencer:innen Connections. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den man als Brand zwingend in Betracht ziehen sollte, ist die Zielgruppe der Influencer:innen. Wenn die Zielgruppe einer weiblichen Influencerin zu 80% männlich ist, würde eine Influencer Marketing Kampagne für ein Damenparfüm nicht sinnvoll sein. Wenn die Zielgruppe eines Influencers zu 70% aus Teenagern und Studierenden besteht, würde eine Influencer Marketing Kampagne für eine Designertasche keinen grossen ROI erzielen. Influencer:innen, die keinen Alkohol trinken, würden ein Angebot für eine Bierkampagne nicht annehmen. Die Zielgruppe der Brand sollte so gut wie möglich mit der Zielgruppe der ausgewählten Influencer:innen übereinstimmen. 

Influencer:innen stärken das Vertrauen, indem sie Authentizität im Umgang mit Werbung zeigen

Die dänische Influencerin Kellylouisekilljoy hat das Stigma der Influencer Werbung eingeräumt und ihre Wertschätzung für die positive Aufnahme von Werbung durch ihre Community zum Ausdruck gebracht. «Es macht mich sehr glücklich, denn um weiterhin hauptberuflich Content erstellen zu können, muss ich Werbung mit einbringen… In Dänemark und den anderen nordischen Ländern gibt es keinen Creator Fund. Selbst wenn wir einen hätten, würde er nicht ausreichen, um ein Standard Gehalt zu verdienen, mit dem ich meine Rechnungen bezahlen kann.»

Kelly versprach, dass die Brands, mit denen sie zusammenarbeitet, sorgfältig ausgewählt werden und erklärte: «Mein Ziel ist es, Ads zu machen, die wie mein regulärer Content aussehen und sich auch so anfühlen. Ich möchte nicht, dass du als mein Zuschauer oder meine Zuschauerin das Gefühl hast, dass es Werbeunterbrechungen gibt, wenn du durch meinen Content scrollst.» Ein solch ehrlicher Überblick über ihre Herangehensweise mit Werbungen trägt zur Authentizität bei. In einem Schreiben für MarTech erklärt Kim Davis: «Das wachsende Interesse an Kurzvideos und das Engagement in sozialen Kanälen, die sie hosten … Wenn man das mit der steigenden Bedeutung von Social Commerce und dem Interesse des Publikums auf authentische Inhalte statt Werbung adaptiert, ist es einfach, Influencer Marketing als einen Mainstream Marketingkanal und nicht nur als interessantes Add-on zu sehen.»

Anjas Top 9 Tipps: Worauf Brands bei der Auswahl von Influencer:innen achten sollten

  1. Hauptbotschaft: Was sind die wichtigsten Botschaften der Influencer:innen und stimmen sie mit der Mission und Vision deiner Brand überein?

2. Die Zielgruppe: So offensichtlich dies auch klingt, ist es für den Erfolg der Kampagne entscheidend, dass die Zielgruppen der Influencer:innen und deiner Brand so gut wie möglich übereinstimmen. Schau dir die aktiven Follower:innen genau an und frag die Influencer:innen nach ihren Insights. Achte auch darauf, dass die Standorte der Follower:innen mit den Standorten deiner Zielgruppe übereinstimmen. Es gibt viele tolle Schweizer Influencer:innen, die eine grosse internationale Fangemeinde haben. Wenn du ein Schweizer Unternehmen bist, das seine Produkte nur in der Schweiz verkauft, solltest du unbedingt Influencer:innen mit einer hohen Schweizer Reichweite auswählen.

3. Authentizität: Ein grosser Vorteil, den die Influencer:innen gegenüber klassischen Prominenten haben, ist ihre Authentizität. In den meisten Fällen nutzen Influencer:innen tatsächlich die Produkte der Dienstleistungen, für die sie branded Content erstellen. Mach dir dies zunutze und lass deine Brand mit der entsprechenden Zielgruppe in Verbindung treten

4.Brand fit: Würden Influencer:innen deine Produkte und Dienstleistungen nutzen oder nutzen sie sie bereits? Es muss nicht einmal eine offensichtliche Wahl sein, wie z.B. eine Beauty Influencerin, die für eine Gesichtscreme wirbt. Ein Comedian könnte beispielsweise ebenso an einer Kampagne für die neueste Gesichtscreme mitwirken. Sei mit deinen Ansätzen einzigartig und stelle gleichzeitig sicher, dass die Ziele und Vorgaben immer übereinstimmen.

5. Content und Style: Halte Ausschau nach Influencer:innen, die qualitativ hochwertigen Content veröffentlichen, der auch zur Brand oder der Kampagne passt. Meistens ist die Qualität des Contents besser als die Anzahl der Followers, die ein/eine Influencer:in hat. Du wirst überrascht sein: Wir kennen viele Mikro- und Nano Influencer:innen, die grossartigen brandend Content veröffentlichen, welcher dann in anderen Medien der Brands, z.B. in Newslettern, verwendet wird.

6. Community Engagement: So wichtig wie die Übereinstimmung der Zielgruppe der Influencer:innen mit deiner Brand, so wichtig ist es auch, deine Engagement-Rates zu berücksichtigen. Was nützt es dir, wenn die Zielgruppe der Influencer:innen zwar perfekt zu dir passt, aber nicht sonderlich aktiv ist und daher den brandend Content dieser Influencer:innen vielleicht gar nicht wahrnimmt?

7. KPIs & Statistiken: Bevor Kund:innen Influencer:innen suchen und diese auswählen, sollte man wissen, mit welchen Anforderungen und Erwartungen man an die Influencer:innen geht. Diese müssen klar definiert und vor allem auf das Medium Influencer Marketing abgestimmt sein und nicht einfach aus der klassischen Werbung übernommen werden. Denn beim Influencer Marketing arbeitet man mit Menschen und einer Community, nicht mit Maschinen.

8. Format und Medium: Ist der/die Influencer:in auf den Plattformen vertreten, auf denen deine Brand präsent sein möchte? Ist der/die Influencer:in in der Lage, den gewünschten Content in der richtigen Form zu erstellen? Möchte deine Brand, den durch die Influencer Marketing Kampagne generierten Content in anderen Medien nutzen? Wenn ja, dann sollten die Brands den Influencer:innen entsprechende Anweisungen geben, um so das richtige Format und die richtige Qualität der Bilder/Videos sicherzustellen. Stelle also klar, dass der/die Influencer:in mit dem jeweiligen Format vertraut ist, d.h. erwarte keine hochwertigen und künstlerischen Bilder von Influencer:innen, die hauptsächlich Reels oder TikToks posten und vice versa.

9. Wiedererkennbarkeit (bei grösseren Kampagnen): Wie bereits erwähnt, haben prominente Persönlichkeiten gegenüber vielen Influencer:innen den Vorteil, dass ihre Gesichter von der breiten Masse erkannt werden. Heutzutage sind aber auch viele Makro-Influencer:innen bekannter, haben gar einen Prominentenstatus in ihren Bereichen oder sind multinational bekannt. Mach dir das zunutze und nimm unbedingt auch paar Makro-Influencer:innen in deine Influencer:innen Auswahl auf, die zu deiner Brand passen, um sie schnell und effektiv bekannt zu machen. Makro Influencer:innen haben ihren Erfolg schliesslich nicht ohne Grund erlangt. Auch dank Plattformen wie TikTok, tauchen wöchentlich neue Breakout Stars auf, da viraler Content von den Algorithmen der Plattformen gepusht wird.

FALLSTUDIE: Wohlfühlgeschichten, die im inneren Kreis geteilt werden

Kingfluencers arbeitete an Kampagnen, um für V6-Kaugummi zu werben. Um die einzigartigen Vorteile von V6 für Gesundheit und Wohlbefinden hervorzuheben, wählte das Team Influencer:innen aus, die sich auf Gesundheit, Natur und eine insgesamt positive Einstellung konzentrieren. In einer Kampagne erzählten die Influencer:innen eine Geschichte, in der sie das schönste Kompliment erhalten haben und warum es sie zum Lächeln gebracht hat. Anschliessend ermutigten sie ihre Community, ihre eigenen Geschichten zu teilen und erreichten damit auf Instagram und Facebook eine überdurchschnittlich hohe Engagement-Rate.

Foto: Zoe Torinesi für die V6 Kampagne

Die Zukunft der Werbung

In den letzten Jahren hat es eine deutliche Veränderung bei den Werbemedien gegeben: Die Werbetreibenden investieren weniger in traditionelle Medien und mehr in digitale, insbesondere mobile Medien. Laut dem globalen Halbjahresbericht von GroupM (Juni 2020) werden die Ausgaben für traditionelle Werbeformate voraussichtlich um 20,7 % sinken, während der Marktanteil der digitalen Werbung bis 2024 vermutlich bereits bei 67 % liegen wird.

Während die digitalen und mobilen Werbungen sich stetig weiterentwickeln, haben sich bereits auch neue Formate durchgesetzt. Live-Shopping und Social Selling sind die aktuellen Trendthemen. Wenn du mehr über diese beiden digitalen Werbeformate sowie über andere Prognosen im Bereich Social Media und Influencer Marketing erfahren möchtest, klicke hier, um unseren kostenlosen Trend Guide herunterzuladen.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing

Ein Blick auf Meta und das Metaverse – Teil 1

Facebook änderte seinen Namen vergangenen Oktober zu Meta. Wenn man diese Neuigkeit hört, könnte man vermuten, dass die Namensänderung ein Versuch ist, den jüngsten Problemen der Plattform zu entgehen, so ein Whistleblower. Natürlich macht eine Namensänderung den Schaden aber nicht ungeschehen. Chriss Ross, Vizepräsident und Analyst bei Gartner, bezeichnete diesen Akt als «klassisches lipstick-on-the-pig Szenario». Ob dies tatsächlich so ist oder nicht, wird die Zukunft zeigen. Eines ist jedenfalls sicher: Hinter dem Metaverse steckt eine Strategie, denn abgesehen von der Namensänderung ist etwas Grosses geplant, was uns noch weiter begleiten wird. 

Das soziale Netzwerk Facebook an sich änderte jedoch nicht seinen Namen. Stattdessen hat lediglich das Unternehmen, welches hinter Facebook Inc. steckt, seinen Namen geändert, um insbesondere die Reichweite ihrer Services besser zu repräsentieren. Facebook CEO Mark Zuckerberg sagte in seiner Grundsatzrede auf dem jährlichen «Connect»-Event des Unternehmens am 28. Oktober: «Von nun an werden wir an erster Stelle das Metaverse sein und erst danach Facebook. Facebook ist eines der meistgenutzten Produkte der Welt. Allerdings umfasst es heute nicht mehr all das, was wir tun. Im Moment ist unsere Brand so eng mit einem spezifischen Produkt verbunden, dass unmöglich alles repräsentiert werden kann, was wir tun.»

Derzeit umfasst Meta Instagram, WhatsApp, Messenger, sowie Online Zahlungs- und Hardware-Unternehmen …

Was also ist das Metaverse?

«Der Begriff Metaverse wurde ursprünglich von dem Science-Fiction Autor Neal Stephenson geprägt, um eine virtuelle Welt zu beschreiben, in die Menschen aus einer dystopischen, realen Welt fliehen.» Das Wort Metaverse «ist bei einigen Venture Capitalists in Silicon Valley populär geworden [und] bezieht sich auf technische Dienstleistungen als virtuelle, miteinander verbundene Welten.»

Wenn man den letzten Spider Man Film gesehen hat, sollte man nicht das Metaverse mit dem Multiversum verwechseln. Sie sind sich insofern ähnlich, da man in beiden Begriffen den Beginn einer Welt zu sehen scheint, in der zwei Realitäten parallel nebeneinander existieren, wobei die eine in der anderen lebt. Hat man den Film nicht gesehen, sollte man vielleicht an Matrix denken. Es fühlt sich ein wenig so an, als würde die Realität mit der Erfindung  des Metaverse eine neue Wendung annehmen, und genau das könnte auch passieren.

Ein Artikel im Meta Newsroom beschreibt das Metaverse als «eine Reihe virtueller Räume, in denen man mit anderen Menschen, die sich nicht im selben physischen Raum wie man selbst befindet, etwas erschaffen und erforschen kann.» The Verge beschreibt das Metaverse als «einen Traum für die Zukunft des Internets und ebenfalls eine nette Art, einige aktuelle Trends in der Online-Infrastruktur, einschliesslich des Wachstums von Echtzeit 3D-Welten, zusammenzufassen.»

Das Wachstum von immersiven Erlebnissen – Mittendrin, statt nur dabei

Über die Entwicklung des Internets schrieb Zuckerberg: «Die nächste Plattform wird noch immersiver sein – ein verankertes Internet, bei dem man mittendrin ist und nicht nur zusieht. Wir nennen dies das Metaverse, in dem kein Produkt unberührt bleiben wird.”

«Die bestimmende Eigenschaft des Metaverse wird ein Gefühl von Präsenz sein – als würde man direkt neben einer anderen Person oder an einem anderen Ort sein. Sich mit einer anderen Person psychisch, aber nicht physisch auf eine sehr realitätsnahe Art zu vernetzen, ist der ultimative Traum von Social Technology. Das ist der Grund, weshalb wir uns darauf konzentrieren, dies zu schaffen.»

Das Schreiben des Gründers enthält einen Link zu einem Film, in dem es darum geht, wie man das Metaverse eines Tages nutzen könnte, einschliesslich der Möglichkeit, sich selbst als Hologramm zu teleportieren.

Das Metaverse wird nicht von einem Unternehmen geschaffen, sondern von mehreren Creators & Developers

Zuckerberg schrieb: «Das Metaverse wird nicht von einem einzigen Unternehmen geschaffen …. Unsere Rolle auf dieser Reise ist es, die Entwicklung der grundlegenden Technologien, sozialen Plattformen und kreativen Tools zu beschleunigen, um das Metaverse zum Leben zu erwecken und diese Technologien durch unsere Social Media Apps mit einzubeziehen.»

Facebook beschäftigt bereits mehr als 10.000 Mitarbeitende, die an Consumer Hardware wie AR-Brillen arbeiten, von denen Zuckerberg glaubt, dass sie irgendwann so präsent sein werden  wie Smartphones. Um ihre Dienste so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen, plant Meta, deren Geräte zum Selbstkostenpreis oder subventioniert zu verkaufen. Meta hat bereits über die Eröffnung physischer Geschäfte diskutiert, um so ihre Virtual Reality(VR)- und Augmented Reality(AR)-Geräte zu präsentieren.

Zuckerberg betonte, dass Datenschutz, Sicherheit, offene Standards und Kompatibilität  vom ersten Tag an in das Metaverse integriert werden müssen. 

Wird Unmittelbarkeit dominieren?

Es ist seltsam, TikTok und Instagram als «traditionelle» oder «alte» Medien zu betrachten. Trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, dass diese Plattformen in ihren aktuellen Versionen nicht die Unmittelbarkeit des Metaverse bieten. Wird es in Zukunft noch Platz für solche Plattformen geben oder müssen sie Neues bieten? Kann es sein, dass TikTok Videos beinahe schon veraltet sind?

Als erfolgreiche internationale Social-Media-Juggernauten erwarten wir natürlich, dass TikTok relevant bleibt. Die eigentliche Frage ist also, wie sehr sie sich anpassen werden müssen, um ihre Präsenz aufrechtzuerhalten. Mit TikTok’s derzeitigen Vorteilen – wie ihren hohen Einnahmen und einem grossen Publikum – könnte TikTok das Metaverse möglicherweise sogar mit seinen eigenen Services überbieten.

  • Voraussage: TikTok wird zunehmend allumfassende Erlebnisse anbieten und ein starker Konkurrent von Meta bleiben. TikTok wird weder seinen grossen Anteil an der Nutzungszeit, noch seine engagierte Gemeinschaft von Content Creators aufgeben.

Das Bestreben um die Kunden

Während sich das Bestreben weiterhin ändern wird, bleibt der Preis, um den konkurriert wird, derselbe:

Die Aufmerksamkeit der Kunden:innen 

Sowohl Content Creators als auch Brands müssen sich die Aufmerksamkeit der Kunden:innen verdienen und ihr Vertrauen und ihre Zuneigung gewinnen, um diese Aufmerksamkeit auf Dauer zu erhalten. Wenn es dem Metaverse gelingt, einen bedeutenden Teil der Kundenaufmerksamkeit zu gewinnen, dann müssen auch alle anderen Brands in dieser Thematik konkurrieren. 

Werden mindestens AR und VR erforderlich sein, um das Publikum zu gewinnen? Selbst wenn es Raum für verschiedene Plattformen gibt, sollten sie ihre Formel entsprechend anpassen oder ihre eigene Version des Metaverse starten? Werden insbesondere Brands in der Lage sein, weiterhin auf den Social-Media-Plattformen zu werben, wie bisher? 

  • Voraussage: Anstatt, dass eine Plattform die andere dominiert, wird sich das Publikum zunehmend aufteilen. Innerhalb verschiedener enger «Stämme» mag eine bestimmte Plattform am beliebtesten sein – doch die zunehmende Fragmentierung wird trotzdem genügend Raum für den Erfolg mehrerer Plattformen zulassen.

Wer wird “gewinnen und verlieren” [oder wird es Platz für alle geben]?

Die Vorlieben der Konsument:innen ändern sich im Laufe der Zeit, und wer dies falsch angeht, verliert wichtigen Boden und muss mit schwindenden Publikumszahlen rechnen. Während sich das Bestreben und die Konkurrenz verlagert, wird es sich auch erweitern. Neue Social-Media-Formate werden neue Zielgruppen erschliessen. 

Aber natürlich wird es auch zu gewissen Spannungen im bestehenden Publikum kommen. 

  • Voraussage: Einige werden verlieren. Es mag Platz für alle geben, aber nur diejenigen, die sich anpassen und weiterhin Content und Erlebnisse anbieten, welche sich deren Publikum wünscht, werden überleben.

Die Definition von Social Media Engagement überdenken

Derzeit werden die Engagement-Raten anhand von Interaktionen wie Likes und Kommentaren gemessen. Das Metaverse wird diese Metriken jedoch zwangsläufig verändern. Das Metaverse ermöglicht andere Arten des Engagements, die sensorischer und intensiver sind. Unsere gesamte Vorstellung von der Messung von Social-Media-Aktivitäten, Engagement und Erfolg muss neu überdacht werden.

  • Voraussage: Es besteht kein Zweifel daran, dass die Erfolgsmessung in den sozialen Medien komplexer und schwieriger sein wird. Diese Komplexität wird dazu führen, dass Brands zunehmend auf Agenturen zurückgreifen und alle Akteure auf robuste SaaS-Analyse-Plattformen (Software-as-a-Service) setzen werden. DIY-Tabellen werden hier nicht mehr ausreichen.

Die wachsende Spaltung 

Die Spaltung zwischen dem Metaverse und anderen Plattformen wird ein viel grösserer Unterschied sein als die derzeitigen Unterschiede zwischen Facebook, Instagram und TikTok. In Teil 2 und 3 werden wir untersuchen, was dies für die Social-Media-Landschaft und das Influencer-Marketing allumfassend bedeuten wird. Vor allem, welche Auswirkungen dies für die verschiedenen Akteure wie Brands, Influencer:innen und Konsument:innen haben könnte.

Author: Megan Bozman, Owner @Boz Content Marketing